Servus!

Schild Ausgang NastättenEin von Herzen kommendes „Servus“ aus dem Berchtesgadener Land! Was vor 3 Jahren noch ferne Zukunftsmusik war, hat sich innerhalb von 2½ Monaten bewahrheitet. Nach einem Jobangebot sind das bessere Drittel und ich seit fast 3 Monaten Bayern.

Blick vom Balkon kleinMit tatkräftiger Hilfe haben wir innerhalb von 2 Monaten eine Wohnung gefunden, die sich mittlerweile sowohl für uns als auch unsere Vierbeiner als ideal gezeigt hat. Zwischendurch waren wir am Verzweifeln! Keine Katzen, zu viel Lärm, zu teuer,… gar nicht so einfach eine Wohnung 600km entfernt zu finden in so kurzer Zeit.

Das Abschiednehmen war nicht einfach, aber wir wollten es ja nicht anders :grin: . Am 15. Oktober fing ein neuer Lebensabschnitt für uns an. Ein Umzug 600km entfernt von der alten Heimat. Es ist schon seltsam, wenn man die Wohnung, in der man mehrere Jahre seines Lebens und das gesamte gemeinsame Leben verbracht hat, auf einmal leer und verlassen vor sich sieht. Wenn jedes Wort schallt und es einfach nur seltsam ist. Wenn man auf einmal weit entfernt von allem Liebgewonnenen ist. Aber das Wichtigste: Auf ins neue Leben- auf nach Bayern! Weg von gesundheitsunförderlichen Mobbern und -wie heisst es heutzutage so schön- “Hatern”.

Weihnachten 2014Noch sind wir in der Findungsphase. Und wir haben die Zeit dazu! Meine Gesundheit hat es mir jedenfalls schon gedankt! Mein süsser Begleiter verhält sich so brav wie schon lange nicht mehr. Meine BE-Faktoren und das Langzeit-Insulin sind bereits um einiges reduziert und sogar über Weihnachten hat es super geklappt. Soviel zu dem Thema, wie sehr Mobber die Gesundheit schädigen X( . Nach 3 Jahren voll Stress und Ärger ruhe ich endlich wieder zu einem grossen Teil in mir und bin glücklich.

Gefüllte Kalbsbrust 2014Das Schöne war an diesem Weihnachten und dem Beginn des neuen Jahres: nicht nur die neue ruhige Umgebung, sondern auch der Besuch meiner Eltern und ein besinnliches Weihnachten mit Eltern und Schwiegereltern. Und dazu eine gefüllte Kalbsbrust, wie sie bei uns früher immer am 1. Feiertag auf den Tisch kam und die ich mit Hilfe meiner Eltern laut ihrer Aussage wie früher rekonstruiert habe. Die Tradition wird also wieder belebt :D !

In diesem Sinne:

Auf ein wunderbares neues Leben und ein neues Jahr für uns Alle mit viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit!

Und an die eventuell immer noch mitlesenden IntrigantInnen:

Selbst euch wünsche ich nichts Schlimmes! Nur Gerechtigkeit! Und dass eure Taten euch irgendwann einholen und ihr selbst dann in einer Situation wie meiner steckt. Doch dann wünsche ich euch mitfühlendere und ehrlichere Mitmenschen als ihr es selbst seid!

Welt-Diabetes-Tag 2014

dbwAuch wenn mein kleines Rabenchaos nicht zum Diabetesmonster mutiert, ist dieser Aspekt meines Lebens mittlerweile ja ein ziemlicher Faktor in meinem Leben und daher:

Heute ist der Welt-Diabetes-Tag.

Was das bedeutet? Hier ein kleiner Auszug aus Wikipedia:

Der Weltdiabetestag (engl. World Diabetes Day) wurde erstmals am 14. November 1991 begangen und von Anfang an unter ein besonderes Motto gestellt. Seit 2007 ist der Weltdiabetestag ein offizieller Tag der Vereinten Nationen.

Neben HIV/Aids ist Diabetes mellitus damit die 2te Krankheit, die einen offiziellen UN-Tag erhält. Das zeigt dann auch, wie wichtig man diese Krankheit nehmen muss.

Warum am 14.11.?

Am 14.11.1891 wurde Frederick Banting geboren. Dieser hat 1921 mit Charles Best das Insulin beim Menschen entdeckt und bekam dafür auch einen Nobelpreis. Dieser Mann und seine Kollegen haben vielen Menschen auf der ganzen Welt seither das Leben gerettet.

Idee der Diabetes-Blog-Woche ist es einen Brief an Sir Frederick zu schreiben. Also los!

Lieber Sir Frederick,

manchmal stört es mich gewaltig, dass ich mich andauernd pieksen muss. Sei es zum BZ-Messen oder zum Spritzen des von dir entdeckten Insulins. Eigentlich bin ich ja “nur” ein Typ 2er. Und das dank einer blöden Hormongeschichte, die u.a. Diabetes entstehen lässt. Eigentlich hätte ich ja noch ewig lange mit Tabletten leben können. Eigentlich… denn leider ist mein Körper da anderer Ansicht und hat in den letzten 3 Jahren voll durchgestartet.

Also seit 3 Jahren bin ich jetzt an der Nadel. Und kann dank ihrer Entdeckung auch ziemlich gut damit leben. Klar, auf die Hypos könnte ich verzichten. Auch auf die blöden Blicke, wenn ich für “einfaches Essen” erstmal gefühlte Ewigkeiten mit Messen, Spritzen, Dokumentieren beschäftigt bin. Auf immer wieder neue Probleme, weil der Zucker meint er müsse mich mal wieder (sie verzeihen meine Wortwahl) verarschen. Aber mit Insulin habe ich nun die Chance trotz meiner diversen anderen “Defekte” mit meinem geliebten Mann alt zu werden. Ohne absehbare Folgeschäden (zur Zeit).

Manchmal nervt der Diabetes einfach nur, aber wenn man Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft hat, dann arrangiert man sich halt zähneknirschend mit dem Diabetesmonster! Auch wenn ich ja “nur” ein spritzender Typ 2er bin…

In diesem Sinne ein “Danke” an sie und ihre Mitstreiter und ein “Weitermachen” an ihre heutigen Nachfolger!

Trauriger Abschied

Abschied 1

Abschied von MEINEM Kirchenchor
Danke für 24 Jahre! Wir sehen uns bestimmt nächstes Jahr zum 25jährigen wieder!
Eine wunderschöne Etagere wird mich immer an lustige, nervenzehrende, manchmal für mich langweilige und auch interessante Proben erinnern. Viel Spass, manchmal Ärger, viele Emotionen…

Soviele Erinnerungen schon von Kindheit an… Mein erster gebackener Kuchen (versunkener Kirschkuchen für den Ponderosa-Ausflug), ein zwischenzeitlicher untalentierter Dirigent, der die Tasten des Keyboards und des Klaviers mit dem Zollstock ausgemessen hat, ärgern über “du singst zu laut”-Ansagen, freuen über “sing lauter, damit wir dir nachsingen können”-Ansagen, auf der Bühne als alte Oma beim Krippenspiel, Heilig Abend das “O du fröhliche” in der Markuskirche mit Oberstimme, “Ich bete an die Macht der Liebe” von MEINEM Kirchenchor an unserer Hochzeit gesungen.

Abschied 2Danke an MEINEN Chorleiter! Ohne dich hätte ich nicht die Liebe meines Lebens kennengelernt, die mich jetzt in meine 2te Heimat entführt!

Jahrestage

Irgendwie unglaublich :) . Schon ein Jahr ist vergangen. Seit einem Jahr bin ich mit dem allerbesten Ehemann verheiratet!

1. Hochzeitstag klein

Da mein besseres Drittel heute arbeiten musste, gab es dann zur Feier des Tages ein leckeres Abendessen. Rehlendchen auf Pilzsauce, Vollkorn-Kräuter-Spätzle und Weisswein-Thymian-Birnen. Das Lendchen war perfekt rosa, Pilze sehen irgendwie immer doof aus und ehrlich gesagt… die Vollkornspätzle… die sehen auf dem Bild auch nicht toll aus :p , haben aber lecker geschmeckt!

RehlendchenAlles schön selbstgemacht! Nur die Pilze und das Johannisbeergelee aus der Dose und auch “nur” *achtungschleichwerbung* Gefro-Suppe, mit der ich so ziemlich alles würze. Sonst ein Rundumschlag in meinem Gewürzregal. Da freue ich mich drauf, wenn ich die endlich mal übersichtlich geordnet habe und nicht verteilt in

  • einem kleinem Gewürzregal
  • zwei 3fach Hängekörben und
  • auf der Arbeitsplatte.

Das mal nebenbei :wink:

Und zur Feier des Tages das letzte Stück Hochzeitstorte, das extra für diesen Tag eingefroren wurde von uns :) . Ok, das gibt es erst morgen, da war kein Platz mehr im Magen :wink: . Also das gibt es dann zur Feier der kirchlichen Trauung.

Ich bin jedenfalls glücklich und freue mich auf die neuen Herausforderungen der nahen Zukunft!

Lebensmittelkennzeichnung

Gerade habe ich mal wieder einen Artikel über Sinn und Unsinn von Lebensmittelkennzeichnung gelesen. Da mache ich mir mal wieder meine ganz eigenen Gedanken. Ich bin verdammt froh darüber, dass mittlerweile auf den Lebensmitteln die Nährwerte stehen müssen- explizit die Kohlenhydrate! Da sehe ich haargenau meine Broteinheiten und damit auch, wieviel Insulin ich dafür spritzen muss.

Die Frage, die mich jetzt rumtreibt:

Werde ich dadurch eigentlich zum Fertigkost-(Fr-)Esser?

Es ist einfacher, was Fertiges warm zu machen und dann genau zu wissen wieviel Kohlenhydrate ich da auf dem Teller habe. Es ist einfacher bei den grossen Fastfood-Ketten zu essen, die auf ihren Tabletts so schöne Tabellen haben, die mir genau mitteilen, was drin ist an Kohlenhydraten.

Es ist schwieriger sich selbst Essen zu kochen und dann abzuwiegen oder zu schätzen, das bisschen an Sossenbinder o.ä. mit einzurechnen. Kleinigkeiten, die Kohlenhydrate enthalten und schnell mal vergessen gehen, einrechnen in die Gesamtmenge an Broteinheiten. In der Diabetesklinik übernimmt das schon Jemand anderes und das ist somit auch eher Fertigessen dann für mich :wink: .

Aber ist das Einfachere dann auch das Bessere? Lieber die Packung Gummibärchen, auf der genau drauf steht was drin ist, als den selbstgemachten Obstsalat, bei dem ich dann jedes Teil abwiegen und zusammenrechnen muss und dann den Teil, den ich esse, rausrechnen muss aus meiner Gesamtkohlenhydratmenge *uff*?

Eigentlich eine einfache Antwort, aber manchmal ist man einfach nur faul…

Oder was meint ihr?