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Meine geliebte Maus

Die letzten Tage mache ich mir so meine Gedanken. Meine süsse Maus hat seit einiger Zeit einen mittlerweile ganz schön grossen Tumor am Nacken, der aussieht wie ein Rucksack. Der Tierarzt meinte als ich wegen einem kleinen Knubbel da war, das sei eine Fettgeschwulst und nicht schlimm… Die Entwicklung war anders und da ich beschlossen habe meine Maus nicht zu quälen durfte sie die ihr verbleibende Zeit ohne OP über OP verbringen. Ich hatte mir geschworen, dass sollte es schlimmer werden und sie Schmerzen haben, dann lasse ich sie erlösen. Die ganzen letzten Tage hat sich mir immer mehr die Erkenntnis geöffnet, das es wohl jetzt soweit ist… Seit 3 Tagen oder so isst sie nichts mehr eigentlich, trinkt noch viel, aber die Hinterbeine versagen so langsam den Dienst und der Tumor ist etwas aufgeplatzt. Meine Maus ist nur noch ein Schatten ihrer selbst, auch wenn sie nie zu den Riesen an Katze gehörte. Sie ist noch relativ munter, aber die Ausfälle und dass sie immer schneller erschöpft ist, das habe ich mir auch von meinen Eltern bestätigen lassen.

Heute bin ich noch nicht soweit. Aber morgen nach der Arbeit werde ich den Weg zum Tierarzt antreten und meine geliebte Kleo von ihrem Leiden erlösen lassen. Auch wenn es “nur” ein Tier ist… meine Maus ist für mich was ganz Besonderes und ich weiss nicht, was ich morgen machen werde. Mir stehen ja jetzt schon andauernd die Tränen in den Augen. Jetzt wo dieser Weg ein Ende hat. Nicht nur die Krankheit, sondern unser gemeinsamer Weg.

Mein Bruder hat sie “gerettet” auf seiner Hochzeitsreise. Einen Korb in den Hof des Bauernhofs gestellt wegen einer anderen Katze, die ein vereitertes Auge hatte und das sie mitnehmen wollten und etwas Trockenfutter rein. Meine Maus war die einzige, die so doof war dort hineinzugehen und sich fangen zu lassen :) . Das doof ist übrigens immer mit einem liebevollen Lächeln begleitet. Sie war die Kleinste, die laut Tierarzt keine Chance mehr gehabt hätte und keine Woche mehr dort überlebt hätte. Das andere Kätzchen schätzte der Arzt auf 3 Monate, meine Maus auf 3 Wochen… Von Anfang an ist sie total auf mich fixiert (worden). Scheu zu anderen, ein schmusebedürftiges Etwas bei mir. Sie hört aufs Wort fast schon. Manchmal eher wie ein Hund :) . Sie ist jetzt relativ genau 9 Jahre alt. Viel zu jung für eine Katze zum sterben :( . Was hab ich mit ihr alles erlebt, wie hat sie mich getröstet, wenn sie genau gemerkt hat, dass es mir nicht gut geht…

Ich weiss nicht, wie ich den Tag morgen überstehen soll und dann den Abend…

Ich bin Baujahr 76 und aus der Stadt der Raben kommend präsentiere ich euch Chaos, Kompliziertheiten und Aufgefallenes aus dem Leben eines “Raben”. Von A wie “Aussergewöhnlich” bis Z wie “Zum Verrückt werden” wird sich hier alles finden lassen. Für die Meisten sicher total konfus und chaotisch- für mich schlicht das, was mich bewegt. Auch wenn ich mittlerweile mit meinem besseren Drittel in Bayern lebe und damit meine 1. und 2. Heimat einfach mal getauscht habe, bleibe ich wohl für immer ein Braubacher Rabe.

3 Kommentare

  1. Oh Mann…. das ist ja schade… :( Hast Du es denn, soweit das geht, einigermaßen überstanden? War danach denn irgendwer für Dich da? Finde, allein ist sowas echt kaum machbar…
    Denk auf jeden Fall an Dich und auch an Deine Kleo, auch wenn ich sie nicht kannte…
    LG,
    Melli

  2. Dank dir :emotion:
    Mein Engel war gottseidank die letzten Tage für mich da, wenn auch nur stundenlang über Kopfhörer. Aber es ist schon schlimm… lauter Kleinigkeiten, die einen erinnern *schnief*

  3. oh, das ist toll… freut mich, dass du da zumindest nicht ganz allein durch musst, durch die zeit. das glaub ich, dass das schlimm ist… einerseits schön, erinnerungen zu haben, aber andererseits auch einfach nur traurig… wenn ich irgendwas tun kann, meld dich, ja?

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