Neue Erkenntnisse

Der Tag fängt schon gut an, wenn ein älterer Herr einen im ersten Geschäft süss nennt und im zweiten nen Kaffe ausgeben will :wink: . Zwar nicht ganz meine Alterskategorie (mal euphemistisch ausgedrückt *gg*) und ich musste zur Arbeit, aber  hey :) man nimmt doch mit, was man kann :D

Was viel eher erstaunlich war- ein Professor aus Gießen, der mich über Balthasar Schupp ausgefragt hat. Dieser Herr (also der „Schuppius“) hat mal in Braubach gewirkt und ich muss zugeben… DEN Namen hatte ich bis dato noch nie gehört. Und ich behaupte, ich kenne die Geschichte meiner Heimatstadt ziemlich gut! Gott sei Dank gab unsere Chronik das eine oder andere her und der Mann kann für das nächste Jahr denn 400. Geburtstag und  im darauffolgenden Jahr den 350. Todestag weiter vorbereiten. Aber es ist doch immer wieder faszinierend, wenn man Neues über seine Heimat lernt. Manch einer kann sich bestimmt denken, warum ich dem netten Professor erst einmal beinahe ins Gesicht gelacht habe :grin: . Aber ich glaube, ich werde mir den Schuppius mal genauer anschauen *gg* Werke wie „Corinna oder die ehrbare Hure“ oder „Der schändliche Sabbathschänder“ klingen doch zu verlockend um den nicht etwas genauer nachzugehen.

Momentan habe ich eine Menge sehr interessanter Gespräche und es ist einfach anregend über Gott und die Welt und ihre Absonderlichkeiten zu diskutieren und sich mit intelligenten Menschen auszutauschen. Ok, es mag etwas snobistisch sein, aber intelligente Gespräche über Themen aus allen denkbaren Spektren, mit Menschen, die sich artikulieren können… ich mag es einfach und vermisse es, wenn ich so etwas länger nicht hatte.

Als ich A. gestern abend ins Wort gefallen bin um seine Umschreibung eines Begriffes mit dem Begriff selbst zu stoppen und seine Reaktion „Ich wollte nur kein ‚Hä?‘ hören“… das war einfach zu köstlich :) und wir beide mussten erstmal herzhaft lachen. Keine Rücksicht nehmen zu müssen, sondern einfach mal mit Fremdwörtern um sich schmeissen zu können, ist erfrischend und entspannend. Sei es über Musik, über Geschichte, über Literatur oder die menschliche Natur.

Bleibt mir nur zu sagen:

Intelligenz- I like it!

Nennt mich von mir aus einen Snob oder eine (musikalisch-)elitäre Schnepfe :grin:

Der Advent wird eingeläutet

Nun ist der erste Advent auch schon vorbei. Für mich war es ein  relativ stressiger Tag. Adventsnachmittag des Kirchenchores (mit Unterstützung des 2ten Chores) und danach dann relativ sofort weiter zum Adventskonzert meines 2ten Chores (ok eine halbe Stunde war ich daheim :wink: ). Gestern war dafür nach der Arbeit noch grosses Backen angesagt. Ich einen schnellen Kirsch-Mandelkuchen (flott, einfach, schmeckt lecker) und meine Mutter 2 Fress-mich-dumm-Kuchen (der heisst nunmal so :D , bloss halt in der eigenen Variante mit richtiger Buttercreme und so), einen für den Nachmittag, einen für uns zuhause, weil „der Papa so traurige Augen hatte:p .

Mit Singen in 2 Chören, Glocken bimmeln bei nem Vortrag, Kuchen verteilen und natürlich essen, ging der Nachmittag gut über die Bühne. Danach flott nach Hause (2 Bleche im Regen spazieren getragen… sah bestimmt lustig aus *gg*), schnell noch ein halbes Brötchen einverleibt und weiter gings aufs Ländchen. Dort in einer kleinen feinen Kapelle zum Adventskonzert. Schön gesungen und im Grossen und Ganzen ein schöner Einstieg in den Advent der ganze Tag.

So allmählich komm ich in Weihnachtsstimmung. Liegt vielleicht auch daran, dass ich die letzten Wochen nicht soviel unterwegs in Kaufhäusern etc. war, dass sich meine Stimmung durch die „dezente“ Dekoration nicht schon von vorneherein verabschieden konnte :) . Ausserdem gehts für mich momentan seelisch und moralisch bergauf :) . Entgegen der vorherrschenden Winterdepression befinde ich mich auf dem aufsteigenden Ast. Obwohl es besinnlicher wird und ich habe beschlossen mich dieses Jahr einfach nicht von der Hektik des Weihnachtsgeschäfts beirren zu lassen. Auch wenn die letzten Tage immer wieder „tolle“ Nachrichten an mein Ohr gelangen. Eine Tante erst übel krank mit Magen-Darm, die Katze da Lungenentzündung, dann ein Unfall direkt vor der Tür bei der Arbeit (bei dem zwar keiner verletzt wurde, aber da ein Kind beteiligt war und ich 2 der 3 Parteien kannte… mir waren die Knie ganz schön weich…), dann eine andere Tante auf einmal im Krankenhaus, von einer Bekannten der Mann mit gerade mal 50 Jahren an nem Herzinfarkt gestorben. Das alles in einer Woche.

Weihnachten bedeutet Hoffnung, der Advent das Warten auf ein freudiges Ereignis…

Lassen wir uns nicht von der Hektik des Weihnachtstrubels gefangen nehmen. Nicht nur Weihnachten selbst ist das Fest der Liebe. Der Advent ist die Vorbereitung. Vorfreude, Wärme, Geborgenheit und Liebe. Das Ende des Jahre bedeutet Resümieren, Nachdenken, Lieben und Vergeben.

Und da ich es dieses Jahr noch nicht gehört habe (das passiert, wenn man kein Fernsehen schaut, das Radio durch Playlists und Internetangebote mit Filtermöglichkeiten ersetzt, usw. usw.), möchte ich mit einem neuen weihnachtlichen Blogheader (geschickt untergebracht, oder?) und dem folgenden Lied die Weihnachtszeit einläuten (in einer neuen Version… klasse!):

Dieses Jahr gibt es keinen geplanten Adventskalender hier. Aber ich habe mir vorgenommen trotzdem desöfteren weihnachtliche Stimmung unter die Leser zu bringen. Wer weiss, was ich wieder finde :)

Ewigkeit

Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden.

Psalm 90,12

Heute ist Ewigkeitssonntag. Für viele auch eher bekannt als Totensonntag. Es ist der letzte Sonntag des evangelischen Kirchenjahres. Es ist sogar rein rechtlich ein „stiller Tag“. Wir verabschieden uns von unseren Verstorbenen und gedenken Ihnen.

Heute der Gottesdienst war zwar lang (1Stunde 45 Minuten), aber auch sehr schön. Viel Musik, d.h. auch viele Gemeindelieder, nicht nur unsere Lieder vom Kirchenchor, dem Posaunenchor oder der Orgel. Für jeden Verstorbenen des letzten Jahres aus der Gemeinde wurden Kerzen angezündet. Fast doppelt soviele wie letztes Jahr. Um die 70. Von Mitte 30 bis an die 100 Jahre. Für mich ist dieser Tag auch immer ein Tag der Einkehr, des Nachdenkens und ganz allgemeinen Verabschiedens. Dieses Jahr irgendwie noch mehr. Ein solcher ritueller Rahmen hilft, finde ich. Den gerade Trauernden und allen Anderen, die Abschied nehmen mussten, von geliebten Menschen in diesem Jahr oder von ganz persönlichen Situationen.

Ich bin gläubig, auch wenn das out ist und wenn man das erwähnt wird man gerne mal schief angeschaut :) . Auch wenn mein Glaube sich in einigen Dingen von der Amtskirche unterscheidet. Viele schliessen das Jahr an Silvester mit einem Resumee ab. Für mich ist vielleicht noch viel eher der Ewigkeistsonntag dafür da, auch wenn der originäre Charakter dies nicht vorsieht. In sich gehen, reflektieren, verabschieden, sich der eigenen Sterblichkeit bewusst zu werden, ist nicht unbedingt etwas, das in unserer Generation „In“ ist.

Lehre uns gedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Es gibt Dinge, die unser beschränkter weltlicher Verstand einfach nicht begreifen kann, nicht verstehen kann. Erst nach dem Tod, wenn wir in das ewige Leben eintreten (woran ich fest glaube, denn ich suche immer einen Sinn und welchen Sinn hätte das Leben und die Schläge, wenn nicht irgendwann eine Auflösung käme?), werden wir hinter die Kulissen schauen können und erfahren, warum manches halt so ablief, wie es ablief. Warum uns so manches passierte, was wir einfach nicht fassen können.

Abschied nehmen zu zelebrieren kann hilfreich und wunderschön sein. Eigene Rituale entwickeln, um mit dem Geschehenen klar zu kommen.

Goodbye__I_Miss_You_

 

Stets lächelt Willkomm‘,
Lebewohl geht seufzend.
William Shakespeare

Der neue Chor, die neue HP und die Frage, warum mancher nicht draufkommt

Ich habe eine „Homepage“ für meinen neuen Chor gemacht. Praktisch eine Unterseite des Rabenchaos‘ mit Weiterleitung dank Denicvu. Besonders ging es darum für die SängerInnen die Midis unseres Dirigenten zugänglich zu machen, die er zum Einstudieren besonderer Teile erstellt. Bisher hatte er die über Skydrive bereitgestellt, aber da kamen Viele nicht drauf, aus welchen seltsamen und nicht nachvollziehbaren Gründen auch immer.

Alles schön und gut. Mittels WordPress auch klasse zu realisieren. Eigentlich klappt auch alles so, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber so einige Sachen sind mir noch etwas suspekt. U.a. dass es  den Einen oder Anderen gibt, der auch meine Seite nicht erreicht :tired: . Klar ab und an is jeder Server mal down (hatte ich auch bei einem Versuch mal), aber so gar nicht draufkommen??? Mit meinem absolut grundsoliden Halbwissen  :wink:   habe ich keine Ahnung woran das liegen könnte, oder ob es überhaupt was mit meiner Bastelei zu tun hat…

Also ich habe es von diversen Rechner versucht, mit diversen Browsern, mit „www.“ davor oder der originalen Adresse (mit rabenchaos davor halt) und hatte ein einziges Mal für 5 Minuten ca. einen Blackout. Irgendwie bin ich ratlos.

Ich will wieder „spielen“…

CasioQV-3500EX-MIch vermisse meine Digicam und überlege ja, mir zu Weihnachten mittels Geldgeschenken, Weihnachtsgeld und Gutscheinen (diesmal direkt passend schon angefordert bei den betreffenden Stellen) eine neue Digicam zu kaufen. Schon länger überlege ich ja. Die alte Casio war ja wirklich schön, für eine Laiin wie mich auch wunderbar zu bedienen und mit vielen Funktionen zum „Spielen“. Aber für sie „mal eben“ und „einfach so“ mitzunehmen war sie eigentlich nix. Aber ich möchte auch die Möglichkeiten und Funktionen einer Bridgekamera. Ich bin einfach hin- und hergerissen zwischen ner Kompakten und ner Bridgekamera. Mehr Funktionen (die ich evtl. gar nicht ausschöpfe) gegen „einfach mal in die Hosentasche stecken, wenn man sie brauchen könnte“.

Im Internet gibt es viele Kaufberatungen und mittlerweile habe ich ja schon so einen winzigen Einblick in das, was da erzählt wird. Aber zu einer Entscheidung bin ich immer noch nicht gekommen. Oftmals sind vom Preis-Leistungsverhältnis die Kompakten besser, als so manche billigere Bridgekamera mit den selben Funktionen. Die Tests widersprechen sich teilweise. Ich muss dringend mal die Test-Sammlung meines Vaters durchschauen, ob da was drin war in der letzten Zeit… Ich muss ja auch zugeben, dass so eine Bridgekamera einen schon bisserl professionell aussehen lässt *fg*.

Und es gibt so manche Sachen, die mir schon wichtig sind- ich will schöne Makros machen können (da habe ich meinen Spass dran gefunden), ich finde vorgegebene Einstellungen klasse (ich habe nunmal keine Ahnung von Blenden etc.), ich möchte keinen Akku (Batterien kann man schnell mal nachkaufen, Akku laden is dann so ne Sache, wenn man es vergessen hat), Ich muss keine DinA 3 Bilder ausdrucken können (aber DinA4 sollte schonmal drin sein), sie sollte einfach zu bedienen sein (aber trotzdem die eine oder andere Raffinesse haben und zum verstellen), ein „Wackelschutz“ ist schon ganz nett (manchmal hat man schon so seine Probleme beim Fotografieren und Wackeln) und das Wichtigste- ich brauche kein Profiteil, bei dem ich Angst habe es kaputt zu machen, sondern eine Kamera, mit der ich meinen Spieltrieb ausleben kann und die im Rahmen meiner finanziellen und technischen Möglichkeiten liegt.

Hat jemand von Euch vielleicht einen Tip, eine Idee, einen guten Rat?