Gerüchteküche

Nachdem ich heute mit den jüngsten Nebelschwaden der Braubacher Gerüchteküche konfrontiert wurde, hier eine kleine, aber wichtige Anmerkung:

Nicht MEIN Freund ist gestorben und ich war an einem Freitag vor wenigen Wochen auf der Beerdigung, sondern EIN Freund ist gestorben!

Watson ist munter, fidel und frech wie eh und je :wink: . Und ich bin eigentlich fast nur noch in Nastätten. Und freue mich immer wieder, wenn er mich mit Kleinigkeiten überrascht und mir zeigt, wie sehr er mich liebt. Punkt!

Manchmal kann ich wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln…

Frischer schneller Kuchen für alle Gelegenheiten

Für Watsons DRKler haben wir das letzte Wochenende nicht nur Übungspuppe gespielt (Notiz an mich: ‚Nicht als Patient mit offenem Bruch, der nicht weggebracht werden kann, in die pralle Sonne legen. Egal ob man sich mit LSF 30 eingeschmiert hat oder nicht.‘), sondern ich hatte auch nachfragen lassen, ob ich nen Kuchen mitbringen soll. Eigentlich ja ne doofe Frage :wink: Kuchen ist ja immer gerne gesehen. Nun war es ja verdammt heiss und ich war auch nicht unbedingt in der Stimmung mich ausser dem Sonntagsessen (wie sich’s gehört- Braten :p und so) noch abzurackern, da wir abends auch noch einen Auftritt hatten. Also hiess es mal nicht selbst was zusammenbasteln, sondern mal eine Packung pimpen. Frisch sollte es sein und leicht und schnell und einfach für mich zu machen.

Zitronenblechkuchen mit Mandarinen

Den Zitronenkuchen auf ein Blech streichen (einen Teil Flüssigkeit durch Mandarinensaft ersetzen und in den Teig geben), die Mandarinen darauf verteilen und dann schön backen und den Guss mit dem Mandarinensaft nach dem leichten Abkühlen schön darauf verteilen. Lecker, luftig, frisch und eine super Reaktion darauf. Die Kids (die Jugendrotkreuzler, sorry) und die Teamer waren begeistert und ich hab mal wieder gemerkt, dass ich mir kein Bein ausreissen muss, damit es lecker schmeckt und Jeder einen kleinen „Lohn“ für seinen Einsatz bekommt :) .

Also, wenn ihr einen leckeren frischen Kuchen für die Sommerhitze sucht, versuchts einfach mal :wink:

Sauer macht lustig

Ich koche ja wirklich gerne und bin der Meinung, dass ich gar nicht mal so schlecht koche :) . Ich versuche gerne Einiges, probiere rum und habe mittlerweile so ein paar Sachen, die ich aus dem Effeff fabriziere. Gerade in den letzten Monaten habe ich so Manches einfach mal ausprobiert und der liebe Watson durfte es dann ausbaden. Naja, er lebt noch und ist nicht noch dünner geworden :wink: (glaube ich zumindest… bei mir merk ich das eher *gg*).

Ich benutze seit einigen Jahren gerne Melfor-Essig. Ein schöner milder Honig-Essig, der schön mit so ziemlich jeder Zutat harmoniert. Ob Kartoffelsalat oder grüner Salat oder als Zutat zu einer schönen süss-sauer Sauce. Nun bekomm ich den Essig nicht hier in Nastätten (zumindest habe ich ihn noch nicht gefunden). Und nach Lahnstein komme ich ja nun nicht mehr so oft, denn ich hab doch alles hier eigentlich. Letzte Woche war ich also auf grosser Essigtour hier im Rewe (ich mag dort das Obst und Gemüse v.a. und bezahle da dann auch gerne etwas mehr für die Qualität). Dann dachte ich, dass der schöne Birnen-Quitten-Essig ja vielleicht ein guter Ersatz ist. Heute habe ich Kartoffelsalat schon mal für morgen gemacht zum Essen und als ich an dem Essig roch wurde mir eins klar: Für frische Salate glaube ich wunderbar (vielleicht so in Richtung Himbeeressig oder so), aber für etwas deftigere Sachen wie z.B. Kartoffelsalat… eher nicht geeignet. Weissen Balsamico hatte ich noch da, der etwas mithalf und nach einem Anruf in Heimat 1.0 bei Muttern wurde für Mittwoch eine Flasche Melfor wieder organisiert.

Mal sehen, was der Birnen-Quitten-Essig an frischem Salat an Geschmack loslässt. Aber für das Gros des Kochens werde ich wohl bei meinem Honigessig bleiben.

Welchen Essig nehmt ihr denn am liebsten und dann wofür?

Schwitzen

Wem geht es zur Zeit nicht so? Man sitzt ganz gemütlich rum und der Schweiss läuft in Strömen.

Ich bin eh nicht für solche Temperaturen gemacht. Ich mag es, wenn es ca. 25° ist. Damit kann ich leben und mein zartes Luxuskörperchen ist noch in guter angenehmer Betriebstemperatur. Aber mehr? Muss nicht sein. Jetzt sagt wohl Jeder: ‚ Vor kurzem hatten wir noch Winter und es hat auch keinem gepasst!‘. Stimmt, aber schon da hab ich gemeint, es muss nicht übermässig werden im Sommer. Wenn schon eine Frierhutsch neben mir auf einmal nur in Unterhose rumläuft :grin: , dann ist es wirklich SEHR heiss! In mehreren Definitionen :D . Ausserdem ist es für mich immer wieder doof, wenn ich für ne Viertelstunde rausgehe und danach schon wieder als Rothaut durchgehe :( .

Am Wochenende kam die Frage auf „Baggersee?“. Mhhh… mal wieder schwimmen, schön abkühlen- die eine Seite. Die Andere- wohl kein Schatten (Sonnenbrand trotz Creme mit LSF 30 plus), evtl. Wasser doch noch kalt (zu kalt is auch bah). Entscheidung- kein Baggersee. Zuhause mit so wenig wie möglich an im eigenen Saft schmoren :) .

Immer den Ventilator an ist auch irgendwie nicht so der Renner.

Was ist euer Allheilmittel/Tipp für die Hitzetage?

Der neue Zehnte

Wir haben nun nach dem Rücktritt von Horst Köhler ein neues Staatsoberhaupt. Den 10ten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Die nächsten 5 Jahre wird Christian Wulff derjenige sein, der uns Alle in der Welt vertritt und überparteilich und neutral unser „Chef“ ist.

Vieles ist bereits im Vorfeld diskutiert worden. Er ist der jüngste Bundespräsident seit es die Bundesrepublik bekommt. Er sei eine Prüfung für die Regierungskoalition. In der Öffentlichkeit war Joachim Gauck der erwünschte Präsident. Dann der erste Wahlgang. Im Vorfeld grosse Siegesgewissheit der Koalitionspartner. Für mich oftmals überheblich und fern der Realität. Denn die Wahl der Bundesversammlung ist geheim. Und es gab einige Vertreter von Union und FDP, die bereits vorher öffentlich angekündigt hatten, dass sie Gauck wählen würden. Niemand kann für Hunderte bürgen. Auch keine Bundeskanzlerin. Dann der 2te Wahlgang. Dort fehlten dem Regierungskandidaten wieder Stimmen aus dem eigenen Lager und damit die absolute Mehrheit.

Mir war ziemlich klar, dass der 3te Wahlgang zu Wulff führen würde. Auch wenn ich ehrlicherweise sagen muss, dass ich noch ein kleines bisschen Hoffnung auf ein Wunder hatte.

Die Haltung der Linken wurde schon viel diskutiert. Auf der einen Seite finde ich die Entscheidung sich zu enthalten konsequent und ehrlich. Doch es gibt immer eine andere Seite der Medaille. Der Linken dürfte klar gewesen sein, dass sie mit ihrer Enthaltung der Regierungskoalition zur Mehrheit verholfen haben. Mit der absoluten Ablehnung von Gauck haben sie (nicht nur in der Parteiöffentlichkeit, sondern auch durch Medien verbreitet und in den Herzen vieler Menschen) die Chance vertan zu beweisen, dass sie sich von der DDR-Vergangenheit verabschiedet haben und einer Aufarbeitung ihrer Parteivergangenheit positiv gegenüber stehen. Ein Abwägen der Konsequenzen und Handeln danach- DAS wäre ein Ankommen in der Gegenwart gewesen. Die Haltung von Sahra Wagenknecht hat mich besonders geärgert, aber nicht gewundert. Die Dame ist so alt wie mein Bruder, meine Grosscousine und Grosscousins und doch lebt sie sowas von in der Vergangenheit und idealisiert sozialistische Diktatoren. Und sie spricht anscheinend für Viele.

Gysis Pressekonferenz… Ich muss immer wieder sagen, ich mag den kleinen Kerl eigentlich. Auch wenn viele seiner Aussagen und Ansichten meinem Demokratie- und Politikverständnis gegenüber stehen. Dieser Mann lässt sich nicht verbiegen und in einigen Äusserungen hat er nicht unrecht, auch wenn man immer (bei Allen!) einen gehörigen Schuss Parteipolitik abziehen muss.

NATÜRLICH wollten sowohl Koalition, als auch Opposition mit ihren Kandidaten parteipolitisch agieren. Da darf sich auch die SPD nicht aussen vorlassen. Die Nominierung von Gauck war einerseits ein Versuch überparteilich zu agieren, aber andererseits auch auf genau diese Entwicklung in Öffentlichkeit und Bundesversammlung gewünscht. Ein Kandidat, der in vielen Dingen eher der Regierungskoalition nahe steht, der für die Linke ein No-go sein musste. Wulff für Viele in der Koalition ein ebensolches No-go. Das musste Merkel klar sein, doch wollte sie ihn. Seine Nominierung schon im Vorfeld auch für sie schwierig. Sie selbst hat diese Wahl zum obersten Amt der BRD zur Messlatte der Koalition gemacht.

Was mich gefreut hat?

Der Umgang von Gauck und Wulff miteinander und auch der Parteien in dieser Hinsicht. DAS war faire Politik (zumeist, von kleinen Hieben abgesehen). Und das hat für viele Menschen die Hoffnung geweckt, dass man sich über Parteigrenzen hinweg trotzdem fair, ehrlich und trotzdem politisch miteinander auseinandersetzen kann. Dass Politik noch die Chance hat für die Menschen in diesem Land zu agieren und wir Alle das auch so wahrnehmen. Sie muss diese Chance jetzt am Schopf packen.

Was mich nicht gefreut hat?

Die Überheblichkeit vieler Wahlleute im Vorfeld. Die Haltung der Linken und vorher auch von Frau Jochimsen. Und natürlich der Ausgang der Wahl. Ich hätte mir (trotz vieler Vorbehalte  meinerseits) Joachim Gauck als 10ten Bundespräsidenten der Bundesrepublik gewünscht. Noch mehr hätte ich mir gewünscht, dass entweder Koalition oder Linke im Vorfeld die Chance genutzt hätten „mit ins Boot zu steigen“. Eine absolut überparteiliche Entscheidung einen Kandidaten zu nominieren. Wirklich einen Vertreter für Alle. Miteinander wirklich zu reden. Mit der absolut ehrlichen Absicht einen gemeinsamen Weg zu finden. Doch Merkel musste vor ihrer Sparklausur schnell etwas aus dem Ärmel schütteln. Und ob Gabriel wirklich gemeinsame Sache mit dem politischen Gegner machen wollte? Trotz dem vielen Einblick, den ich (leider?) habe und den vielen Blicken hinter die Kulissen der Politbühne… ich weiss es nicht, ich maße mir kein Urteil zu.

Was bleibt?

Ein leichter schaler Geschmack. Und eine Suppe, die zuallererst Frau Merkel und Herr Westerwelle auslöffeln müssen. Und die Hoffnung, dass die Hochwohlgewählten sich endlich (es ist nicht 5 vor 12… es ist schon viel später :( ) zusammenraufen und FÜR uns Alle handeln. Zum Wohl Aller, zum Wohl Derer, die es wirklich nötig haben in unserer Gesellschaft. Nicht für Lobbys oder Parteiinteressen, für Geld oder Ansehen.

Viel Hoffnung habe ich leider nicht. Vielleicht war ich dafür zu lange in diesem dreckigen Geschäft…