Definitiv eine „Sie“

Wie erkennt man, ob eine Katze eine „Sie“ ist?

Nein, man muss nicht unterm Schwanz nachschauen (was bei kleinen Kätzchen eh meist relativ schlecht klappt, ausser man ist echt geübt darin :wink: )… man lässt die betreffende Katze einfach mit ner Maus in die Wohnung spazieren und wartet ab, was passiert :grin: .

Heute abend hat Streuner doch allen Ernstes ’ne Maus angeschleppt. Ok, das ist nicht das Entscheidende. Doch wo schleppte sie die Maus dann allen Ernstes hin? Genau zu den aufgereihten Schuhen im Flur! Und nicht nur das… nein, jedes Mal, wenn die Maus wieder ausbüxte schnappte Streuner sich das süsse pelzige Wesen und schleppte es immer und immer wieder zu den Schuhen. Besonders mein eines Paar (und so viele habe ich ja gar nicht, völlig frauenuntypisch) mit einem etwas breiteren Riemchen schien sehr interessant zu sein. Dort das Mäuschen rein und dann zwischen „Eingang“ und Riemchen und Zehenteil rumspielen.

Kommentar Watson: „Das kann nur ’ne Frau sein!“ Dazu kann ich nur sagen: „Kein Kommentar!“

Unfassbar diese Katze :grin:

Bekocht

Noch geht’s mir ja nicht so doll, dass ich Bäume ausreissen kann, aber es wird! Auch wenn ein Einkauf mich schon ziemlich fertig macht :wink: . Bei dem kurzen Ausflug in die Welt der (un)begrenzten Möglichkeiten lachte uns ein Suppenhuhn an und mein besseres Drittel überlegte nur kurz (es sah echt gut aus) und packte es ein, lief schnell noch durch den Markt um Suppengrün einzusammeln (während ich mich in „Riesengeschwindigkeit“ auf zur Kasse machte).

Und gestern abend war es dann soweit :) . Watson fing an für mich ne leckere Hühnersuppe zu kochen. Und heute ging die Suppe ihren Weg voller Genuss in den Magen. Mensch wie lecker! Noch bisserl Salz, Pfeffer und der böse Maggi und schon war dem Genuss nix mehr im Weg. Auch wenn der Herr etwas genöhlt hat, als ich Bilder machte :wink: . Eine leckere Hühnersuppe zum weiter Gesundwerden. So was Liebes. Nun hoffe ich, dass das mit der Arbeit auch gut klappt :worried: . Bisserl Bammel hab ich ja schon… Ich merk’s halt abends und nachts, wenn ich mich am Tag überanstrengt habe… und DAS ist wirklich nicht schön *grübel*. Naja :) wird schon. Muss und muss halt in aller Ruhe gehen.

Aber bekochen lass ich mich gerne :) . Und ich weiss ja, dass mein besseres Drittel schon was kann. Auch wenn er meistens nicht mag und eigentlich ganz froh ist, dass er jetzt wieder bekocht wird (auch wenn Kommentare wie „Was würde ich ohne dich tun? Da müsste ich mir ja selbst kochen!“ irgendwie nicht so der Renner sind, wenn man nicht kann *seufz*- aber ich weiss ja wie er es meint :) ). Und wenn alles weiter bergauf geht, dann wird auch bald wieder Ordnung hier herrschen und das Essen von mir zusammengewurschtelt.

Schliesslich habe ich heute mittag einen grossen Korb mit Quitten hingestellt bekommen :D . Watson hatte sich bei der Frage der Vermieteroma an meine Vorliebe für Quittengelee erinnert und geordert :) . Also geht’s die nächsten Tage in den Kampf. Was ich hier alles ausprobiere und mache…


Es geht aufwärts

Es ist wirklich schön, wenn es einem so überhaupt nicht gut geht und man auf einmal sieht, wer sich alles sorgt.

Nachts um 2 hat mein besseres Drittel seine Kollegen gerufen und mich schwupps mit Partylichtern ins Krankenhaus bringen lassen. Vor Schmerzen ging gar nix mehr bei mir und er hat schon recht… wenn es nach mir gegangen wäre, dann würde ich immer noch vor Schmerzen wimmernd in der Wohnung liegen ;-( . Nach Untersuchungen und viel Gedöhns (und dank netter Drogen VIEL weniger Schmerzen) ging es erstmal auf Intensiv und am Nachmittag dann auf Station und zu weiteren Untersuchungen.

Erst ging mal Alles von Herz oder sonstigen „Innereien“ aus (trotz meiner Aussage, dass ich wohl Rücken habe). Sogar von Herzkatheter redeten die schon :o . Das ging mir zu schnell und ich wollte auch erstmal mit Watson reden. Mittlerweile wussten meine Eltern auch Bescheid (denn dank der tollen Telekom haben die seit Tagen kein Festnetz *böseguck* und vor lauter Heiopei hatte ich Watson nur die Festnetznummer zum „alarmieren“ gegeben *grummel*). Mein toller Schatz hatte mir auch schon neben Klamotten und was man halt so braucht meinen Läppi mitgebracht und seinen Internetstick *strahl*. Aber viel war da nicht mehr drin bei mir…

Ich fand es absolut lieb, als er in den Chor kam und dort direkt gefragt wurde, wo er mich gelassen habe :) . Ok, seine Antwort war für die Chormitglieder wohl dann nicht so toll und mein lieber Dirigent ist wohl erstmal ziemlich geschockt gewesen (auch wegen des kommenden Konzertes meines Kirchenchores, bei dem ich gerade Plakat und Programm und so designe und wohl auch weil er Angst hatte, dass ich nicht mitsingen kann).

Spät abends kam dann die Erlösung in Statur eines Arztes in Uniform (hatte ich erwähnt, dass es ein Bundeswehrkrankenhaus war, in das ich eingeliefert wurde? Sehr lustig die ganzen Kerle und Mädels in Uniform :p ). Der fragte nochmal nach den Schmerzen, drückte hier und da und dann ging es los. So die Arme, das Becken nach vorne, so Kopf und Nacken und dann nach hinten fallen lassen… und nach einigem Hin und Her hat es geklappt und es machte „Knack Knall“ und ich machte nur noch ein selig gestöhntes „Ahhhhhhh“. Dieser mörderische Schmerz war so ziemlich weg! Damit kam die Aussage „Also war es der Rücken und wir können das Herz so ziemlich ausschliessen“. Die Nacht wurde nochmal eklig und wieder kam ich kaum zum Schlafen, aber morgens gab es dann wieder die richtig guten Drogen (vorher nicht, wegen der Gefahr, dass irgendein Symptom überdeckt wird *grummel*) und nochmal bisserl gedrückt und ab da ging es weiter aufwärts, da ich immer stärker die Aussage bekam, dass ich mittags rauskäme *freu*. Wo erstmal direkt „Mindestens Donnerstag oder Freitag“ im Raum stand und ich da schon verrückt gespielt hatte.

Am späteren Nachmittag ging es dann endlich raus.

Die Nacht wurde wieder nicht so toll, aber schon besser und morgens ging es dann zum Hausarzt. Der hat mich erstmal zusammengeschissen wegen meiner Werte (Blutdruck und Zucker sind völlig ausser Rand und Band *schäm*), mich an den Tropf gehängt da er mich mit den Schmerzen nicht behandeln konnte und dann nochmal eingerenkt und es machte noch 3 oder 4mal „Knack“ und für mich nur noch „Yeah!!!“ . Die Schmerzen sind nahezu weg, ich bewege mich wie ne Oma, bin sofort schlapp, muss Massen an Tabletten nehmen und die nächste Zeit wohl andauernd zum Arzt rennen (oder von Watson hingeprügelt werden :wink: ). Ab und An halt auch noch ne Schmerztablette.

Ich habe mich wirklich über die Grüße, Anrufe und Nachfragen gefreut!!!

Danke Euch Allen!!!

Es wird noch ne Zeit dauern, bis Alles wieder im grünen Bereich ist und es muss noch bisserl was abgeklärt werden und ich hoffe, mein Zucker fängt sich auch wieder (ich will nicht spritzen müssen :( ). Ich muss jetzt langsam machen und auch vorsichtig sein, was ich anpacke (ihr glaubt nicht, wie schwer ne 1,5l Cola und ne Tüte Salzbrezel sein können :o ). Jetzt heisst es halt Schneckentempo und Vorsicht und nicht andauernd überall anpacken :) .

Mal ein paar explizite Dankeschöns noch:

Der Kollege und die Kollegin von Watson bekommen noch ein Dankeschön und irgendwas Leckeres für ihre tolle Arbeit und für die absolut besch*** Zeit, zu der sie aus dem Bett mussten um sich um mich zu kümmern! Erst seit ich mit meinem besseren Drittel zusammen bin kann ich die Leistung so richtig schätzen, die die Jungs und Mädels da leisten. Und der Zugang von Kollegin K. ist so toll gewesen, dass man nur den Einstich leicht sieht und der eine Arzt im KH meinte, so nen schönen Zugang hätte er lange nicht gesehen!

Ein weiteres Danke auch an die Eltern von Watson, die sich direkt die Arbeit gemacht haben und nach Watsons Aussage, dass ich einen guten Orthopäden bräuchte (der Stand der Dinge vom KH-Arzt her), sich umgehört haben und mir dann welche empfohlen haben :) . Ausserdem hat Watson ja seinen Papa vor lauter Gedöhns um mich total vergessen und versetzt :worried:.

Und natürlich meinem Schatz, der das Alles so wunderbar mit mir durchgemacht hat und sich weiter so toll um mich kümmert, dass ich gar nicht sagen kann wie dankbar ich ihm bin :love: . Und der mich wohl in nächster Zeit wie ein Schiesshund bewachen wird und zum Arzt prügeln wird, wenns sein muss.

Und wer sich fragt, warum ich immer meine, dass ich in Braubach bekannt wie ein buntes Huhn bin… dem sei noch folgendes erzählt:

Dienstag abend, ich bin wieder zuhause (Heimat 2.0 also bei meinem besseren Drittel *gg*), telefoniere mit meiner Mutter und frage, wer noch Bescheid weiss und ob Alle auch wissen, dass ich wieder daheim bin, da meint die nur „Deine Tante, deine Cousine war in Braubach unterwegs und is von wem angesprochen worden, was mit mir wäre, ich sei ja im Lazarett“. Ok :o . Woher wusste die Person das denn??? Gestern abend löste sich dieses Rätsel dann auf, als die Chorvorsitzende anrief „Du hast ja ganz Braubach verrückt gemacht, wie geht’s dir, was war denn???“. Lösung dieses Rätsels: Mein Dirigent hat direkt Montag abend halb Braubach verrückt gemacht, weil ich ja evtl. länger ausfallen könnte und das Konzert und überhaupt :grin: . Neeneenee…

Ein Lob auf die Kommunikation in Braubach :o .

Drückt mir bitte weiter die Daumen, dass sich Alles weiter bessert und so manche Erkenntnis der Ärzte auf einmal wirklich Vieles zum Positiven wendet!

Das Gute im Schlechten

Manchmal können in grossem Mist kleine Dinge schon für Freude sorgen. Bei schwerer Krankheit ist man froh zu hören, dass man von einer verdammten Krankheit nur die „leichte“ Variante hat. Heute habe ich dabei gesessen, wie Jemandem mitgeteilt wurde, dass ein Tumor gar nicht so schlimm war. Es hätte besser sein können, aber trotzdem noch im vorderen Viertel der Skala. In dem Moment ist man so froh und es ist eigentlich so lächerlich. Evtl. muss noch nicht mal ne Chemo folgen, dank der Kooperation mit den Amis und einer dort laufenden Studie, die genau das untersucht. Ist eine Chemo angesagt oder ist diese sogar hinderlich. Bestrahlung und alles wird auf jeden Fall noch folgen, aber ein weiterer Lichtblick am Horizont… Was bin ich so froh, dass die medizinischen Möglichkeiten immer besser werden. Aber irgendwie lässt mich das nicht los… Selbst in der grössten Sch*** gibt es Momente, die soviel Hoffnung und Positives geben… Aber das wird schon :) ich bin mir ganz sicher! Ich bin jedenfalls froh, dass ich durch Fahren und einfaches Dabeisein und Mitzuhören einen kleinen Teil zur Gesundung beitragen kann.

Und wenn die Chemo mit dem ganzen Mist kommen sollte, dann bin ich auch gerne da. Und es ist schön, dass noch viele Andere da sein werden und unterstützen. Und was das derjenigen und für sie bedeutet :) . Schade, dass es Menschen gibt, die diesen Rückhalt nicht haben…