Das Gute im Schlechten

Manchmal können in grossem Mist kleine Dinge schon für Freude sorgen. Bei schwerer Krankheit ist man froh zu hören, dass man von einer verdammten Krankheit nur die „leichte“ Variante hat. Heute habe ich dabei gesessen, wie Jemandem mitgeteilt wurde, dass ein Tumor gar nicht so schlimm war. Es hätte besser sein können, aber trotzdem noch im vorderen Viertel der Skala. In dem Moment ist man so froh und es ist eigentlich so lächerlich. Evtl. muss noch nicht mal ne Chemo folgen, dank der Kooperation mit den Amis und einer dort laufenden Studie, die genau das untersucht. Ist eine Chemo angesagt oder ist diese sogar hinderlich. Bestrahlung und alles wird auf jeden Fall noch folgen, aber ein weiterer Lichtblick am Horizont… Was bin ich so froh, dass die medizinischen Möglichkeiten immer besser werden. Aber irgendwie lässt mich das nicht los… Selbst in der grössten Sch*** gibt es Momente, die soviel Hoffnung und Positives geben… Aber das wird schon :) ich bin mir ganz sicher! Ich bin jedenfalls froh, dass ich durch Fahren und einfaches Dabeisein und Mitzuhören einen kleinen Teil zur Gesundung beitragen kann.

Und wenn die Chemo mit dem ganzen Mist kommen sollte, dann bin ich auch gerne da. Und es ist schön, dass noch viele Andere da sein werden und unterstützen. Und was das derjenigen und für sie bedeutet :) . Schade, dass es Menschen gibt, die diesen Rückhalt nicht haben…

Er ist gegangen

Wohin? Wer?

Ja, das wüsstet Ihr wohl gerne :p

Nachdem ich vor ganz langer Zeit einmal den Versuch gemacht hatte einen Pizzateig zu machen und dieser so gar nicht gehen wollte (was ja auch ganz eventuell mit dem nicht gerade lauwarmen Wasser zu tun hatte *hust*) und somit eine Katastrophe wurde, habe ich mich heute dann angesichts der geschenkten Äpfelchen und noch vorhandener Birnen doch an einen Hefeteig gewagt.

In Facebook (ja, ein schönes Spielzeug :wink: ) was dazu gepostet und schon prasselten die Ratschläge. Die Idee, den Teig in warmem Wasser gehen zu lassen war Gold wert (Danke Sabine)! Und auch Melanies Zuspruch war auch einfach klasse (Dankeschön)! Also ging er und das sogar richtig schön, danach nochmal durchgeknetet (macht meine Mutter jedenfalls immer so) und auf dem vorgewärmten Blech noch ein bisserl gehen lassen und belegt. Die 3 kleinen Äpfelchen, 2 der 3 Birnen und ein winziges Stück am Rand mit Butterflocken und alles mit Zucker und Zimt überworfen. Nu ist das Blech im Ofen und ich bin gespannt, was bei rauskommt. Bisher sieht er jedenfalls richtig lecker aus und es duftet in der Wohnung *schwelg*. Irgendwie schon bisserl nach Weihnachten (was bei DEN Temperaturen ja nicht unbedingt verkehrt ist :-| ).

Also drückt die Daumen :)

P.S.: Vielleicht rührt die „Ehrfurcht“ vor Hefeteig ja auch von meiner ganz persönlichen Familiengeschichte her… Meine Mutter hat solange meine Oma (ihre Schwiegermutter) noch konnte (und die hat jede Woche nen Kuchen gebacken- Hefeteig, irgendwelches Obst drauf aus dem Garten oder so und los damit) NIE Hefeteig gemacht. Sie meinte damals auch, der würde ihr nie gelingen (hat aber regelmässig selbst Brot gebacken *kopfschüttel*). Als meine Oma gar nicht mehr konnte und sich ihr 85ter näherte (zu dem es IMMER Pflaumenkuchen gab), da hat meine Mutter 2 Wochen vorher oder so ein „Probeblech“ gebacken. Denn ohne Pflaumenkuchen… das ging nu wirklich nicht! Als meine Oma den ersten Bissen gegessen hatte, da kam der Satz „Jetzt kann ich ja sterben, jetzt kannste ja Hefekuchen.“ Und paar Tage später, kurz vor ihrem 85ten ist sie gestorben… Sowas bleibt irgendwie hängen.

Sing a song

Heute wieder eine relativ anstrengende Probe… nach einem anstrengenden Tag…

Die Spatzenmesse von Mozart ist wirklich toll. Ich liebe Mozart ja wirklich sehr (abgesehen von der vermaledeiten Nachtmusik :-| ), aber irgendwann kommt mir leider alles aus den Ohren raus. Ich bin selbst noch so blöd und übe daheim… obwohl ich es nicht müsste (so hochnäsig das nu auch klingen mag :-| ). Und dann sitzt man Woche für Woche in der Probe und übt zum hundert und x-ten Mal eine Stelle. Wenn noch ein oder zwei Andere da sind, die erstens so hoch kommen und zweitens auch ein Gefühl für die Musik haben und es einfach können- ja DANN ist die Probe etwas entspannter (wie letzte Woche). Wenn man alleine da im Pulk sitzt und versucht die Damen zusammenzuhalten und zu treiben… DANN ist es schon eine schöne Quälerei.

Heute ging es direkt rein ins Thema, da ich mich bei meiner Tante und Cousine verquatscht hatte und so pünktlich nach dem Einsingen kam. Direkt hoch aufs g“. Oh klasse :worried: . Dann wurde es „lustiger“… Das Kyrie… für den Sopran mit vielen wunderschönen Phrasen. Aber genau das war (mal wieder) das Problem. Erstens ist die Messe nunmal ziemlich flott und dann auch hoch und dazu noch mit vielen langen verschnörkelten Tonfolgen. Wunderbar… wenn man nicht Zugpferd für eine Stimme spielen muss :( . Zwischendurch war ich dann einfach mal wieder frech und habe mir eine Auszeit gegönnt, damit vielleicht die Erkenntnis durchsickert, dass man ja auch mal bisserl auf mich hören und sich „festhalten“ und somit im Tempo liegen könnte. Teilweise hat DAS dann sogar geholfen, nichtsdestotrotz war ich am Ende der Probe fertig. Auch wenn der Sopran heute gar nicht soviel zu tun hatte eigentlich.

Nach der Probe ging es weiter… die Werbung für das Konzert muss noch gemacht werden und das flott. Doch irgendwie hatte sich im Vorfeld keiner für verantwortlich gehalten anscheinend und manche Leute wurden noch gar nicht richtig informiert vorher, obwohl sie im „Apparat“ eigentlich mitentscheiden müssen. Also heisst es nu klotzen statt kleckern und für mich auch noch bisserl mehr Arbeit (wo ich damit ja eigentlich mal so gar nix mit zu tun habe :o ). Aber alles an meinem Dirigenten hängen zu lassen, der sich eigentlich aufs Musikalische konzentrieren sollte und müsste… NEIN!  Also heisst es die nächsten Tage und Wochen ranhalten und reinspringen. Und meine kreative Ader spielen lassen in vielerlei Hinsicht. Manche Menschen sind anscheinend von der Komplexität eines solchen Projekts einfach überfordert und sagen dann nicht mal einfach „Ich kann das nicht, ich brauche Hilfe“. Nein, man merkt es irgendwann :-| . Und das, wo ich eigentlich einfach was Schönes singen wollte und nicht Antreiber und Säule spielen wollte und mit dem ganzen Organisatorischen (bis auf die Erstellung einer HP, eines Flyers, eines Plakates… ja… ich weiss… bis auf… *grummel*) NICHTS zu tun haben wollte…

Aber freuen wir uns einfach auf ein tolles Konzert

am 31. Oktober in der Markuskirche in Braubach :) .

Ich mag Lieder, in deren Melodie
man das Herz singen hört.
Henri Barbusse

Und nu geht’s in die Heia in Heimat 1.0 (oder mittlerweile wohl eher 2.0 :wink: ) und schöne Ruhe ab morgen nachmittag. Für die nächste Woche ist einiges an Terminen heute dazugekommen… und irgendwie keiner so richtig schön :-| . Wenn es wenigstens nur der Stress mit dem Konzert und auf der Arbeit mit Weinprobe, Winzerfest und „nebenher“ dem Basteln eines Logos für einen Freund und seine baldige Firma wäre… Ich bin gerade richtig froh, dass meine Krankenkasse zwar meint ich sei chronisch krank, aber ich sonst ziemlich gesund und munter durch die Gegend trabe :-| .

In diesem Sinne: Gute Nacht und ein schönes Wochenende!

P.S.: Weiss einer, ob es irgendwo schwarze Flanellpyjamas mit Nadelstreifen gibt? Irgendwie geht mir so einer seit Tagen nicht aus dem Kopf :worried: und ich bin froh, dass mich da was ablenkt :wink:

Alles ist relativ

Irgendwie bin ich eben über Einstein gestolpert und ich finde ja immer wieder, dass dieser Mann einfach wunderbare Gedankengänge hatte :) :

  • Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.
  • Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
  • Am Anfang gehören alle Gedanken der Liebe. Später gehört dann alle Liebe den Gedanken.
  • Wer keinen Sinn im Leben sieht, ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig.
  • Mozarts Musik ist so rein und schön, daß ich sie als die innere Schönheit des Universums selbst ansehe.
  • Manche Männer  bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie.

Albert Einstein

Ein unprätentiöser Mann, der auf Frieden und Völkerverständigung setzte und der nicht nur durch das berühmteste Bild von ihm und die Relativitätstheorie bekannt sein sollte.

Ein schöner Ausflug

Heute hat Watson mir einen lange gehegten Wunsch erfüllt. Ich wollte schon lange mal in den Schmetterlingsgarten nach Sayn. Das haben wir heute dann in Angriff genommen, mit Besichtigung des Schlosses und des Rheinischen Eisenkunstgussmuseums.

Einfach toll. Die ganzen Schmetterlinge, die in tropischer Wärme um einen herumfliegen… Da konnte ich auch ein paar wirklich schöne Bilder machen. Zuerst war mein kleiner Liebling natürlich etwas unleidlich wegen der Luftfeuchtigkeit und -temperatur. Aber da konnte Watson (mittels irgendsoeinem Teil genau dafür) Abhilfe schaffen.

Und was unheimlich toll war (ausser der vielen wunderbaren Schmetterlinge) waren die vielen anderen Tiere. Sittiche, Finken, Wachteln, Echsen, Frösche, Schildkröten und und und. Ausser den Vögeln waren die anderen Tiere natürlich in Gehegen und so manches kleine Vieh suchte man auch vergebens (um dann zu lesen „Verschläft den Tag unter Blättern versteckt“ :p ). Andere liessen sich leider schlecht fotografieren, aber im grossen und ganzen waren sie einfach wunderschön anzusehen. Auch wenn besonders die männlichen Wachteln schon ziemlich divenhaft waren und sich einfach nicht fotografieren lassen wollten… Aber als ich ihnen schon mitgeteilt hatte, dass sie nun nicht mehr in den Genuss kommen, da wollte auf einmal ein Exemplar sich präsentieren und ich konnte (wie immer) dann doch nicht „Nein“ sagen.

Dieser neckische kleine Frosch ist übrigens ein Pfeilgiftfrosch. Das nenn ich mal biologische Kriegsführung :wink: . Und nicht nur die auf einmal über die Köpfe rasenden Sittiche waren auf einmal zu bestaunen, nein auch ein lustiger kleiner Buntfink (ich glaube zumindest, dass ist so einer…) schnabulierte genüsslich mit den kleinen Wachteln und noch was Finkigem (dem Schnabel nach zu urteilen) an der Futterkrippe (die übrigens süss bezeichnet waren… eine hiess „Hardrock Café“ :p ).

Die Schildkröten waren auch knuffig. Eine hat genau den umherschwirrenden Schmetterlingen nachgeschaut (und Watsons Erklärungen von wegen „Happa happa“ glaube ich immer noch nicht :-| ).

Auch wenn man von Aussen denkt, dass der Garten nicht sehr gross ist, kann man dort eine wunderschöne Zeit verbringen. Die „Gewächshäuser“ sind wunderschön angelegt, mit viel Liebe und alleine die Schmetterlinge, die um einen rumfliegen, sich auf einem niederlassen (leider klappte das Fotografieren da nicht so gut :) )… einfach toll.

Man merkt richtig, dass hier mit viel Liebe zu diesen anmutigen Tieren und viel Enthusiasmus für deren Wohlergehen und Weiterbestehen gearbeitet wird!

Ich bin absolut begeistert! Und hier noch ein paar schöne Bilder von den „Hauptbewohnern“:

Danach ging es in das mittlerweile sonnige Sayn und durch den Park ins Schloss und dort Alles anschauen und bestaunen:

Was dort ausgestellt ist… wow :) und auch die Kapelle hat etwas sehr Beruhigendes und Schönes.
Der Tagesausflug war zwar kurz, aber einfach ein tolles Erlebnis und schade nur, dass meine Kamera dann zu früh den Geist aufgegeben hat… der Akku war nicht voll geladen *seufz*. Ein kurzer Abstecher auf dem Rückweg in den Elektronikmarkt meines Vertrauens war in dieser Hinsicht enttäuschend und so wurde direkt zuhause ein neuer Akku online geordert (mit Ladegerät und Versandkosten nur halb so teuer wie im Laden).
Danke mein lieber Watson für einen wunderschönen Ausflug!