Was lange währt

… wird endlich gut.

Nachdem ich mich sehr lange darum gedrückt habe (weil ich keine Lust hatte nach einem Programm zu suchen und mich dann reinzuarbeiten und überhaupt), habe ich es dank Martin nun doch in die Hand genommen.

Kurze Vorgeschichte:

Ich singe ja seit mittlerweile über 2 Jahren bei SINGchron ’99 in Oelsberg mit. Mein Dirigent Jochen hatte mich damals für ein Konzert „engagiert“ und irgendwie bin ich hängengeblieben (und nicht nur am Chor, gelle Watson :D ). Im letzten Jahr durften wir bei der SWR Sonntagstour mit Johannes Kalpers mitmachen und haben eine wunderbare Zeit im Tonstudio und bei den Filmaufnahmen verbracht. Nun haben wir auch nach mehreren Anfragen noch nicht unseren Clip und die Tonaufnahme bekommen.

Das Problem:

Den ganzen Film hatte ich schon zur Hand, da mein Papa die Sendung aufgenommen hatte. Aber ich hatte keinerlei Schimmer, wie ich nun daraus unseren Clip rausschneide. Ich hatte befürchtet, dass es erstmal eine langwierige Suche nach einem Programm erfordern würde und dann das Einarbeiten in das Programm. Also Zeit, Zeit und nochmals Zeit… und verdammt viel Arbeit.

Die Lösung:

Am Wochenende war ich nun einen Abend bei Martin und was soll ich sagen, ausser viel Blödsinn gelabert und geschaut (ich sage nur youtube und Werbefilme aus den 70er und 80ern :grin: ), kamen wir auch auf mein Problem zu sprechen. Schliesslich ist schon ne lange Zeit vergangen seit der Ausstrahlung. Und da kam das rettende Stichwort: Windows Movie Maker. Martin hat mir auch gezeigt, was er damit schon gemacht hat und nachdem ich es dann gestern runtergeladen hatte und mal kurz reingeschaut hatte, wurde heute losgelegt.

Der Movie Maker ist intuitiv zu bedienen und bietet genau das, was ich (nicht) gesucht habe. Es war etwas schwierig, die genaue Zeitspanne einzustellen und zuzuschneiden, da geht es um Millisekunden, aber das liegt am Film, nicht am Programm. Dann sollten Anfang und Ende schön werden. Einblenden und Ausblenden waren gut einzustellen und nach viel weniger Zeit, als ich dachte, war ich fertig.

Doch wie bekommt man sein eigenes Filmchen auf die Homepage (die eine Unterseite meines Blogs hier ist)? Tja, das war auch noch mal schwieriger… Verschiedene Versuche brachten kein Ergebnis (nicht etwa ein unerwünschtes oder schlechtes… nein… gar keins!). Selbst eine Umwandlung aus wmv in flv brachte mir irgendwie- gar nichts :( . Nachdem ich dann dank der Internetrecherche darauf gestossen bin, dass die Einbindung so auch nicht möglich ist in einem WordPressblog, musste ich dann doch den Umweg über youtube gehen. Und siehe da, es klappte:


Viel Spass beim Anschauen und Anhören!

Im Fokus der Öffentlichkeit

Im Moment liest man ja an jeder Ecke von Rudi Assauer. Genervt bin ich davon gar nicht. Aber sicher gibt es Menschen, die sich fragen, was das soll und dass viele andere Menschen auch Alzheimer haben. Bestimmt kennt fast Jeder Jemanden, der auch dement war/ist, Alzheimer hatte/hat,… Was mich in solchen Momenten immer wirklich berührt ist der Mut dieser Berühmten. Es gibt bestimmt nicht nur positive Reaktionen, wenn ein Mensch, der in der Öffentlichkeit steht, sich zu einer Krankheit bekennt. Mir fällt jetzt dabei direkt Gaby Köster ein und ihr Buch. Es wird Menschen geben, die sofort sagen, dass diese Promis ja nur damit an die Öffentlichkeit gehen, um Geld zu verdienen. Was solche Menschen jedoch nicht verstehen, ist das, was mir bei solchen Aktionen wichtig ist. Das, was meiner Meinung nach auch der Grund dieser Promis ist, sich zu „outen“.

Aufklärung.

Wann wurde denn in Deutschland gross über Schlaganfall geredet. Wann gross über Alzheimer.

Krankheiten sind tabu.  Krebs und Aids sind oft genug „in aller Munde“. Aber es gibt Krankheiten, die sind genauso tödlich, genausoschlimm für den Betroffenen und seine Angehörigen und teilweise viel viel leiser. Viel bedrückender, weil es keine Lobby gibt. Klar, bei Schlaganfällen gibt es mittlerweile extra Notfallzentren, es gibt Memory-Kliniken für Alzheimer. Aber in der Öffentlichkeit stehen diese Krankheiten erst, wenn ein Promi daran erkrankt ist und den Mut findet darüber zu reden. Soweit ich es verstanden habe, hat Rudi Assauer auch sehr lange damit gezögert seine Krankheit öffentlich zu machen. Gaby Köster hat sich Jahre zurückgezogen und die wildesten Gerüchte kursierten. Ein Promi hat strahlend und ohne Makel zu sein. Ich finde, es braucht wirklich Mut das eigene Bild in der Öffentlichkeit zu zerstören und etwas für seine/ihre Leidensgenossen zu tun!

Bei Schlaganfall denke ich immer an mein eigenes Risiko. Mein Großvater hatte seinen ersten Schlaganfall mit Mitte 40, dessen Vater sogar mit Mitte 30, mein Alter. Ich kannte meinen Opa nur krank im Sessel sitzend. Bei Alzheimer denke ich an meinte Tante. Bis heute weiss ich nicht genau, was der Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz ist und irgendetwas lässt mich das nicht genauer recherchieren. Damals war ich noch zu klein, um meiner Mutter bei der Pflege zu helfen und musste mit ansehen, wie sie sich abgerackert hat, während meine Tante immer mehr „seltsame“ Momente hatte. Mit der Hand über die Tischdecke strich und das Geld, das da angeblich lag zusammenstreichen wollte.

Nur wenn solche Krankheiten in den Fokus der Öffentlichkeit gezogen werden und diskutiert werden, kann den jetzigen und zukünftigen Betroffenen geholfen werden.

Und deshalb bin ich Menschen wie Assauer und Köster dankbar, dass sie ihre eigenen Vergänglichkeit, ihre Unzulänglichkeiten der Welt offenbaren. Und dadurch Hilfe anschieben. Denn erst wenn man selbst betroffen ist, kann man jede kleine Neuigkeit in der Therapie, jede kleine Unterstützung in solchen Krisen wertschätzen. Und wer weiss, dass es nicht nur den Normalo trifft, sondern Jeden, egal wie reich, berühmt, bekannt er ist, der ist auch bereit darüber zu reden und zu helfen. Und erst wenn eine Krankheit im Fokus der Öffentlichkeit ist, erst dann wird weniger Geld für unsinnige Bürokratie-Verschlechtbesserungen und ein teures Bild für den Chefarzt ausgegeben, sondern dort verbraucht, wo es auch wirklich gebraucht wird.

In der Pflege und der Forschung.

Bei dir piepts wohl

Ich bin es ja mittlerweile schon gewohnt, aber doof ist es schon.

Wer denkt, dass man als „Anhängsel“ eines Rettungsdienstlers ja viel Zeit miteinander hat, der ist auf dem Holzweg. Klar, „dank“ der 12-Stunden-Schichten hat Watson viele Tage zwischendrin frei. Oftmals nicht am Wochenende, aber Viele wünschen es sich ja, dass sie eher mal in der Woche frei haben. Dabei wird dann leider noch vergessen, dass die Arbeitszeiten nicht absolut sind. Wenn es heisst, dass um 19 Uhr Dienstschluss ist, dann heisst das noch lange nicht, dass dann wirklich Schluss ist. Sich vorzunehmen, abends nach dem Dienst noch etwas zu unternehmen ist eigentlich blöd, denn genau DANN klingelt der Melder noch kurz vor der Ablösung. Und DAS ist mittlerweile schon oft genug passiert :wink: .

Und nach einer 12-Stunden-Schicht voll Arbeit ist auch nicht mehr viel mit dem Liebsten anzufangen. Dann heisst es erstmal heimkommen, vielleicht noch was essen und dann in die Heia… Und wenn ich Pech habe, dann hat er ja dann wieder Dienst am nächsten Tag und wenn es eine stressige „Woche“ ist, dann habe ich die freien Tage oft genug ein Murmeltier im Winterschlaf zuhause :-| .

So ein Piepser zerstört schon so manchen Plan… Auch heute wieder das Abholen des besseren Drittels und vorheriger kurzer Einkaufsbummel für den Rest des Jahres…

Seven of Nine

Nachdem ich am 30. November einen Autounfall hatte, schien zuerst gesundheitlich alles ok zu sein (halt Prellungen, blaue Flecken, Wirbelsäule gestaucht). Das Auto ist hinten ausgebrochen (und nein, ich war nicht zu schnell und es war nicht nass :( ) und dann konnte ich es nicht mehr halten und bin über nen Graben in den Wald geschleudert. Gott sei Dank kein Gegenverkehr, nur beim Zum-Stehen-Kommen noch gegen einen kleinen Baum gekippt,… ich bin mir nicht sicher, ob Gott da nicht mehr als einen Schutzengel parat hatte für mich. Jedenfalls kam ich alleine (mit Hilfe von 2 netten Erwachsenen und einem Jugendlichen, die das Auto festhielten und mir dann runter halfen) aus dem Auto und „nur“ meine Wirbelsäule, der bekannte Teil, tat weh. Die Kollegen meines besseren Drittels brachten mich ins Krankenhaus nach Ems (da Koblenz dank der Bombenentschärfung am WE schon Mittwochs niemanden mehr aufnahm *grummel*). Und dort begann das Chaos…

Eigentlich sollte ich ins CT. Das konnte erst gemacht werden nach einem Schwangerschaftstest. Der hat dann ewig gedauert (Hallo? Daheim geht doch sowas auch in Minuten denke ich!) Dann ging es zum Röntgen. Zu dem Zeitpunkt war ich eigentlich ganz froh, dass überhaupt was gemacht wird. Dort sass ich dann im Rolli rum, während die Röntgenassistentin im Nebenraum zu ihrer Kollegin meinte „Guck mal, das sieht komisch aus, gell?“ „Ja, komisch sieht das aus.“ Sachen, die man hören will, wenn man gerade nen Unfall hatte, der Rücken weh tut und man wegen ner evtl. Verletzung der Wirbelsäule da untersucht wird (werden soll/te???). Als mein besseres Drittel mich dann fachgerecht wieder hochgeschoben hat auf die Station haben wir mal geschaut. Ok, es mag komisch ausgesehen haben, aber das was da komisch aussah, das habe ich direkt im RTW und im KH gesagt: eine gequetschte Bandscheibe (gestauchte Wirbelsäule nach Sturz mit eingeklemmtem Ischias damals) im Lendenwirbelbereich. DAS ist schon Jahre alt und bekannt.

Nachdem es dann wieder ewig dauerte kam dann ein Arzt und meinte es wäre nichts und ich habe mich dann auf eigenen Wunsch entlassen lassen. DA wollte ich nicht bleiben und mein Schatz war sogar damit einverstanden!

Schmerzen im Rücken kenne ich ja (wenn man in der Lendenwirbelsäule keine Krümmung hat und dann seit Jahren (Jahrzehnten?) die lädierte Bandscheibe, dann is das nunmal so :-| ), aber ich dachte mir mit Wärme geht das schon. Ging es auch eigentlich. Dank Heizkissen habe ich noch 2 Tage gearbeitet, bin über den Weihnachtsmarkt (einen Tag Arbeit und dann den nächsten privat) und durch die Gegend gepest. Und am Montag abend konnte ich mich vor Schmerzen kaum rühren, konnte mich nicht umdrehen ohne Schmerzen und Niesen, Husten waren echt übel. Das war dann der Moment, als mein besseres Drittel mir die Pistole an die Brust gesetzt hat… „Wenn du nicht morgen früh zum Doc gehst, dann fahren wir nicht in Urlaub!“ :o Mittwoch sollte es nach vielem Hin und Her und dank Unfall ja noch viel mehr Gedöhns endlich zum Weihnachtsmarkt nach Salzburg gehen…

Der Dienstag wurde toll :( . Kurz vor 8 ging es los und ca. 7 Stunden, 4 Ärzte, eine Praxis, ein Krankenhaus und ein Radiologisches Institut später stand dann fest, dass irgendwas ganz schief gelaufen ist! Diagnose Kompressionsfraktur an einem Lendenwirbel. Gott sei Dank nach vorne (hinten wären Nerven und alles) und stabil. Trotzdem nicht minder besch***. Doc im Krankenhaus: mindestens 4 Wochen flach liegen, Toi und evtl. mal Mittagessen am Tisch erlaubt, sonst nix. Ich war natürlich begeistert und mein armer Schatz musste meinen ganzen Frust per sms ausbaden (Nochmal sorry mein geliebter Watson :-* ). Am nächsten Morgen ging es zunächst zum Orthopäden für ein Stützkorsett, das mir aufgrund meiner versteiften Wirbel verordnet worden ist. Danach Watson hoch zum Doc um meine Krankschreibung zu holen. Und was war da los?

Der war ganz baff und meinte erstmal „Stützkorsett erstmal stoppen, der Chefarzt hat gestern am Telefon gesagt Gymnastik, Im Zweifelsfall frage ich nochmal nen Chirurgen im BWZK!“. Oha… :o . Erstmal auf der Arbeit angerufen und die Kollegin mit der „freudigen“ Nachricht überrannt. Und dann warten… nachmittags dann der Anruf: Alle hatten sich nochmal alles angeschaut und daher- Stützkorsett, aber kein Liegen. Wenigstens etwas :( .

Nun habe ich ein „Exo-Skelett“, kann damit schon rumlaufen und so, aber es ist ja schon störend (aber auch entlastend). Das Beste war der Orthopäde beim Anpassen der Carbonstützen… „Vor ein paar Jahren wären Sie für mindestens 3 Wochen eingegipst worden und nicht bewegen und so!“ :o :o :o . Also da bin ich verdammt froh, dass es mittlerweile sowas gibt. Und dank Schmzertropfen, Schmerztabletten geht es mir eigentlich ganz gut :wink: . Nun muss ich schauen, wie es geht. In einer Woche ist dann wieder Röntgen angesagt und bis nächstes Jahr bin ich erstmal krankgeschrieben… Aber ich denke, dass ich es dann (auch mit meinem „Exo-Skelett“) schon hinbekomme. Die Frage ist dann eigentlich nur noch, ob meine Ärzte dann auch dieser Meinung sind *grübel*.

Und sorry, aber die Ärzte in meinem „Unfallkrankenhaus“… NIE WIEDER!!! Denn ich bin der Meinung, dass die Fraktur ja nicht erst nach der Woche so angeflogen kam, sondern schon da war! Und nach den Äusserungen der Ärzte muss ich auch davon ausgehen!

Und wieso heisst der Artikel „Seven of Nine“? Jaaa, das is eigentlich ganz lustig :wink: . Der Kollege meines besseres Drittels und unser Freund MM meinte die Tage nur, als ich von meinem „Exo-Skelett“ sprach: „Ich stell mir gerade vor, wie Silke wie Seven of Nine ins Schlafzimmer kommt und sagt ‚Widerstand ist zwecklos!'“ :grin: . Jajaja… Männer :wink:

Bärlin-Urlaub Kuriositäten

Hier noch ein paar Kuriositäten aus Berlin und Potsdam. Ich lasse das einfach mal unkommentiert stehen :p Es lohnt sich die Bilder genauer zu betrachten :p

Zu dem blauen Schild noch:

„An die Polizei! Wir haben eine Klingel! Tür eintreten NICHT notwendig! Eventuell benötigen wir ca. 1-1 1/2 Minuten ab Ertönen des Klingelsignals bis zum Betätigen der Türklinke. Bitte mit der Zerstörung des Tors solange warten!“