Winterfest

Heute ging es daran unser Haupt-Autochen (Catwheazle) winterfest zu machen.

Mit Hilfe des lieben Markus hat Watson die Reifen gewechselt und einige kleine Macken behoben. Nun ist unser Kleiner also bereit für alle Eventualitäten. Auch die Kühlflüssigkeit. Wie gut, dass ich von Autos keinerlei Ahnung habe :grin: .Habe ich eigentlich schonmal erwähnt, dass ich jetzt eine Schlagbohrmaschine habe? :wink: Zu meinem schönen Werkzeugkoffer und meinem kleinen Akkuschrauber *strahl* Ach und meiner lieben Stichsäge. Den Akkuschrauber hat Watson mir geschenkt :) und mich damit sehr glücklich gemacht! Naja, das ist ein anderes Thema :wink: .

Nun frage ich mich, ob ich mich auch sozusagen „winterfest“ machen sollte… Etwas verändern, einen neuen Anfang wagen. Nein, nichts eigentlich Gravierendes, eher etwas Symbolisches.

In wenigen Tagen wäre der errechnete Geburtstermin unserer kleinen Tochter. Es sollte nicht sein. Damit kann ich ja mittlerweile umgehen, habe sogar schon etwas Hoffnung auf die Zukunft gefunden. Aber so Vieles hat sich dadurch geöffnet…

„Alte Zöpfe abschneiden“… irgendwie hat das für mich gerade an Bedeutung gewonnen. Sich verändern und neue Wege finden. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wer mich kennt, der weiss, dass meine Harre schon so manches „ertragen“ mussten in meinem Leben :grin: . Irgendwann meinte sogar mein Bruder, dass er gar nicht mehr weiss, was meine Originalhaarfarbe ist…

Mein lieber Watson mag meine langen Haare, aber ich habe irgendwie den Drang, dass sie ab müssen. Vielleicht verbinde ich damit auch den Wunsch/die Hoffnung/ den Glauben, dass ich durch eine äussere Änderung auch eine innere Wendung herbeiführen kann. Einen neuen Anfang machen kann und wieder zu mir selbst finde. Und daher sollen meine Haare ab. Und zwar diesmal ziemlich radikal. Ich will wieder eine richtige Kurzhaarfrisur. Etwas verrückt (wie ich gerade) und lebensfroh (was ich wieder werden will).

Was meint ihr? Kann man durch eine relativ radikale Typänderung auch Einfluss auf sein Seelenleben nehmen? Würde es mir wohl etwas bringen?

Das „Muss“ und das „Soll“

Gestern war mal wieder Seelenklempner angesagt. Nachdem es die letzte Zeit ja nicht richtig vorwärts ging, sondern durch viele Irritationen eher rückwärts, haben wir nochmal ein paar Sachen definiert. Dazu hoffe ich einfach, dass die Dramen und Grausamkeiten innerhalb meiner Liebsten endlich ein Ende nehmen!

Langfristiges Ziel:

  • wieder normal am Alltag teilnehmen und dadurch auch wieder zur Arbeit zurückkehren

Mittelfristige Ziele:

  • Alleine den Alltag bestreiten können
  • Das Gerede der Leute ignorieren -sie sind keine Experten (O-Ton Doc)- daher:
  • auf mich konzentrieren und höchstens von meinem Schatz „kontrollieren“ lassen

Kurzfristige Ziele:

  • Meinen Aktionsradius erweitern
  • Mehr in die Öffentlichkeit und auch in ungewohnte Umgebungen und Situationen trauen
  • Langsam aber sicher immer öfter ohne Watson agieren (auch ohne ihn als Schutzpuffer im Hintergrund)
  • „Alte“ Aktivitäten wieder aufnehmen (gehört auch mit zu den mittelfristigen Zielen, da wohl langwieriger)

Die Dauer ist nicht absehbar. Die Seele jedes Menschen ist anders gestrickt und kann nicht reglementiert werden. Aber durch diese Struktur habe ich auch wieder ein Halteseil.

Der ganze Kummer mit unserer Kleinen ist in den Hintergrund getreten, die Trauer bleibt wohl ein Leben lang, aber ich kann relativ gut damit umgehen. Doch so Vieles ist dadurch hochgekommen und versucht nach Jahren und Jahrzehnten mein Leben zu zerstören. Das darf ich nicht zulassen! Und daher „muss“ und „soll“ ich raus. Raus aus meinem schönen Kokon, den ich mir gespannt habe. Das wird noch Arbeit bedeuten :| .

Blättern

Nachdem ich mich jetzt dazu durchgerungen habe WordPress mal wieder auf den neuesten Stand zu bringen, klappte eigentlich alles gut. Leider zeigte sich zum Schreiben keinerlei Editor… Also angefangen und erstmal alle Plugins deaktiviert. Alles da… Nach und nach die Plugins wieder aktiviert um den Übeltäter zu fassen. Und was war es?

Pagebar.

Also ohne Pagebar klappt alles wieder beim Schreiben. Nun habe ich da aber das Problem, dass ich keine Ahnung habe, wie ich das nu machen soll. Momentan kann man nicht blättern und das ist ja nicht so prickelnd. :(

Hat Jemand eine Idee, wie ich dieses Problem lösen kann?

Dein Wort

Gerade ist mir wieder die Jahreslosung 2012 über den Weg gelaufen…

Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
2. Kor 12,9

Das macht mir jetzt schon Mut. Aber so wie das Jahr allmählich zu Ende geht (ja, ich weiss, es ist noch was bis Silvester…), könnte ich doch noch nen guten Schub an Kraft gebrauchen. Denn das fehlt mir ja seit unserer Kleinen ganz schön. Ich fühle mich schwach und unfähig, am Boden und mehr als angeknackst.

Aber dieser Satz…

Weiter geht es auch ermutigend:

Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Mißhandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten, um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.

Ich glaube an diesen Worten kann und sollte ich mich festhalten und aufrichten.

So altmodisch, unbeliebt und seltsam es für Viele klingen mag- es gibt so viele Stellen in der Bibel, die einem das Leben erleichtern und einfach gut tun! ER hat schon einige Male in mein Leben eingegriffen und auch wenn ich immer noch nicht weiss, warum ER uns dieses Jahr so geprüft hat… Ich weiss, dass ich irgendwann die Antwort erhalten werde. Wenn auch vielleicht nicht in diesem Leben. Wir sind keine Marionetten und unsere Entscheidungen sind frei, wer weiss schon, wie sehr dies unser Leben beeinflusst.

Aber zuerst gilt es dieses Leben zu leben und eine Zukunft zu sehen und zu erleben!

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. (Psalm 119, 105)

Bääämm

In diesem Augenblick in der Nacht muss ich an eine liebe Freundin denken, die gerne Geschichten mit „BÄÄÄÄMMM“ unterstreicht, um zu zeigen, dass etwas in schneller Folge und mit Vehemenz passiert bzw. vorgetragen wird.

Genau das passiert schon wieder.

Was dieses Jahr nicht schon alles passiert ist… Von wem ich Abschied nehmen mussten, wer Sorgen bereitetete und auch schlaflose Nächte…

Ich drücke die Daumen, dass die letzten Wochen des Jahres nicht schon wieder mit schlimmen Nachrichten aufwarten. Dass Dinge wieder gut oder zumindest soweit besser wie möglich werden. Manchmal möchte ich die Zeit anhalten, damit es nicht noch schlimmer wird. Und immer wenn ich denke ich komme auf meinem persönlichen Weg weiter, dann kommt der grosse Vorschlaghammer an und trifft mich wieder. Doch ich darf nicht vergessen, dass hier Andere viel mehr ge(be)troffen sind… Hilft aber auch nicht viel :emotion:

Ich denke, das Jahr 2012 wird mein persönliches „annus horibilis“…