Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 5

Nun war er also da- der letzte Tag in Spanien. Unser Abflugstag. Das bessere Drittel und ich wollten die Zeit nutzen und haben uns entschieden den Butterfly Park in Empuriabrava zu besuchen, während die Anderen sich noch etwas ausruhen wollten. Ein toller Ausflug! Mit einem Becherchen mit Nektar konnte man die Vögel anlocken und diese kleinen Biester waren unheimlich frech  :grin: . Von meiner Jacke und meinem Haargummi wollten sich Zwei gar nicht mehr lösen… Und der Hut des besseren Drittels musste auch dran glauben.

Neben den Vögeln gab es auch noch andere Tiere, die frei herumlaufen in den abgetrennten Bereichen:

Trotz der Jahreszeit gab es einige wenige Schmetterlinge, die herum flogen. Man musste wirklich schauen, dass man auf Keinen trat, da sie auch mal mitten auf dem Weg sassen.

Aber diese Vielfalt an Federvieh war toll. Wenn auch so einige eeeetwas seltsam waren (Proportionen)… oder sehr neugierig („Komm ich jetzt im Fernsehen?“)… oder die grösste Taube der Welt… oder ein toller Vogel mit wirklich wunderhübschem Federkleid…

Nachdem wir wieder zu den Anderen gestossen waren, ging es mit Zwischenstopp Richtung Flughafen. Ein letzter Stopp vor dem Abflug war der Torre de Montgó. Diesmal die ganz andere Seite als bisher und irgendwie war diese Bucht auch etwas Anderes. Das Plateau mit einem Ausblick auf die schneebedeckten Pyrenäen in der Ferne- einfach imposant. Leider war der Turm nicht offen.

Ein letzter sonniger Gruss und dann hiess es Adiós España. Es war ein schöner Urlaub mit tollen Erfahrungen, richtig guten Gesprächen und einer wunderbaren Zeit mit Freunden.

Bisherige Teile:

Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 1

Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 2

Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 3

Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 4

Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 4

Am nächsten Tag gab es den zweiten Akt des Kabelsalats à la Espagnol. Dazu kann man echt nix mehr sagen…

Der schöne Strand in Roses mit viel mehr Palmen als in Empuriabrava war dann wieder in strahlendem Sonnenschein zu geniessen. Der Sand war so fein, dass er unbedingt in meinen Schuhen wohnen sollte…

Was ich mir unbedingt noch ansehen wollte, waren die Ruinen von Empuries. Als ich dies zu Beginn des Urlaubs „verkündete“  war die Vorfreude schon gross. Wenn man sich vorstellt wie riesig diese Ansiedlung war und welche Güter im Umland angebaut  oder hergestellt wurden dafür… Welche Geschichte an einem so schönen Ort. 

Als wir den Strand vor Betreten der Ausgrabungen kurz erkunden wollten, da waren wir hin und weg. Dort wurde gerade frisch gegraben! Aber man sieht auch, wie sich das Meer wohl immer wieder Teile der Geschichte zurück holt. Viele Dinge sind bereits verschwunden und wir werden nie erfahren, was noch so los war dort.

In vielen der Felsen waren so grosse Poren, dass sich dort Muscheln eingenistet hatten. Ob die diese Wahl wohl nachher bereut haben?  Da schaute ich mir doch lieber die wunderschön blühenden Blumen an. Ich tippe auf Geranien.

Wir waren so begeistert von den Entdeckungen am Strand, dass wir beschlossen nicht mehr in die Ausgrabungen zu gehen. Es wäre einfach zu wenig Zeit gewesen und das wollten wir nicht. Da ein Miturlauber aber bereits drin war, warteten wir am Strand und tranken in einem angrenzenden Cafe noch einen Kaffee/Cappucino. Besonders schön fand ich das „Kästchen“, in dem die Rechnung war. Das passte irgendwie ins Ambiente.

Den Abend haben wir gemütlich auf dem Balkon ausklingen lassen. Mit dem Wind, der durch die Strassen pfiff, den Lichtern, die sich in den Kanälen spiegelten. Der letzte Abend in Spanien mit unseren Freunden.

Bisherige Teile:

Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 1

Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 2

Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 3

Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 3

Leider startete der nächste Tag zwar trockener aber ziemlich bedeckt. Ein weiterer Aussichtspunkt reihte sich in unser Reisetagebuch. Unser Mitreisender, der am längsten nach Empuriabrava fährt und sich dort auskennt wie seine Westentasche, wollte uns soviel wie möglich zeigen. Für ein nächstes Mal ist definitiv mehr er-leben als er-fahren angesagt.

Aber das Durchfahren von Roses war auch interessant. Und der Aussichtspunkt ist für Menschen mit Herzschrittmacher o.ä. definitiv NICHT zu empfehlen. Es wird offiziell davor gewarnt. Zuviele Antennen, viel zuviele…Aber ein schöner Aussichtspunkt definitiv. Mit den schönen Bögen auch ideal um mit der Kamera zu spielen.

Auf der Weiterfahrt machten wir noch einen Abstecher zum ElBulli. Dieses wird gerade neu gebaut, nachdem es seit einigen Jahren eh nur noch als Schule diente und nicht mehr als Gourmetrestaurant. Was das werden/darstellen soll… keine Ahnung. Wenn man sich vorstellt, dass über diese Strassen Gourmets aus aller Welt pilgerten- unvorstellbar. Aber ein malerisches Plätzchen ist es schon und vielleicht war diese Abgeschiedenheit auch eine große Inspirationsquelle.

Weiter ging es zu einigen Festungswerken, Punta Falconera, von der man den gesamten Golf von Roses überblicken kann und die/der/das? daher ein strategischer Punkt ist. Wenn man sich vorstellt, dass diese schöne Landschaft einst so militärisch geprägt war und heute im Naturschutzgebiet liegend ihren Reiz entfaltet… das gefällt mir!

Abends haben wir eine der besten Pizzas gegessen, die ich bisher gegessen habe. In Spanien von einem waschechten Italiener… Nachdem wir vorher in einer „typisch deutschen“ Kneipe etwas getrunken hatten. Ich glaube das gehört zu Empuriabrava… deutsches Essen/Trinken/Sprache. Spanien dort vor Ort zu finden ist schwierig. Kein Wunder bei der Bevölkerungsstruktur. Ich finde trotzdem, dass es eine Frage des Respekts vor dem Land ist, wenn man sich nicht nur mit deutsch rumschlägt. Und ich muss nicht nach Spanien fahren um deutsch zu essen.

Bisherige Teile:

Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 1

Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 2

 

 

Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 2

Der nächste Tag begann mit Sonnenschein und einem Spaziergang nach dem Frühstück an den Strand. Ich möchte mir nur nicht vorstellen, was hier in der Saison los ist… da wird mir ganz anders. Noch war alles ruhig und man sah, dass eifrig für die Saison vorbereitet wurde. Viele Geschäfte hatten noch geschlossen. Aber gerade das fand ich wirklich entspannend.

Leider wurde es nach dem Mittagessen bei einem „richtigen Spanier“ weniger sonnig. Der „Spanier“ war eine echte Überraschung und damit für weitere Mittage unsere „Verköstigungsstelle“. Dank Google-Übersetzer wurde die spanische Speisekarte dann auch verständlicher. Das Mittagsmenü für 9€ mit einer Vorspeise und einer Hauptspeise (jeweils aus 6-8 Speisen auswählbar), einem Viertel Wein oder einer Flasche Wasser und einer Nachspeise waren (bis auf den letzten Tag) lecker und typisch spanisch. Es waren auch viele Einheimische dort (bis auf den letzten Tag). Wir waren anscheinend die einzigen Touris dort, was ja ein gutes Zeichen ist. Keine Ahnung, ob dies im Sommer auch so ist.

Während es sich etwas einregnete fuhren wir nach Cadaques, das mir im Vorfeld im Internet über den Weg gelaufen war wegen seines schönen Stadtbildes.

Ein weiterer schöner Aussichtspunkt oberhalb von Cadaques ist ein toller Platz zum Sammeln von Pinienzapfen. Mein besseres Drittel hatte mir schon einmal welche von dort mitgebracht und natürlich wurde meine Sammlung hier erweitert. Dort liefen die Kühe frei herum (auch auf der Strasse) und es waren ganz viele Kälbchen dort. Leider begann das schlechtere Wetter uns einzuholen und somit machten wir uns weiter.

 

Was in der ganzen Gegend auffiel: überall gab es gelbe Bänder und Graffitis bzgl. der Unabhängigkeitsbewegung. Teilweise übermalt mit Spanien- oder Einigkeitssprüchen. Ich hoffe, die Menschen kommen wieder zueinander und bekämpfen sich nicht. Denn sonst verlieren Alle.

Sehr lustig auch die Minutenpreis-Anzeige auf dem Parkplatz… Wir haben herzhaft gelacht! 0,044741€ pro Minute… 

Den Abend liessen wir diesmal mit leckeren Cocktails und Sangria ausklingen. Superlecker und nicht den Kram, den man hier Sangria nennt. Aber es soll wohl auch Sangria geben, der einfach aus Rotwein und Sprite zusammengemischt wird… bah…

 

Bisherige Teile:

Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 1

Raus aus dem Schnee- ab in die Sonne Teil 1

Schon lange war ein Urlaub mit Freunden in der Sonne geplant. Die letzten Monate war ich mir nicht mehr so sicher, ob es wirklich klappen würde. Denn unser Urlaubsort war Empuriabrava in *tada* Katalonien. Glücklicherweise hat sich die politische Situation etwas entspannt. Somit stand der Flucht vor dem Weiss nichts mehr im Wege.

Nach der Fahrt vom Flughafen in Girona ging es per Mietwagen nach Empuriabrava. Diese Stadt ist die größte Marina Europas und wurde in den 60er Jahren aus dem Sumpfland gestampft. Meine Mutter wusste sofort um was es ging, da ihre damaligen Arbeitgeber sich dort Ferienhäuser zulegten. Auf der einen Seite faszinierend, auf der anderen Seite komisch. Ich mag nunmal Geschichte und dort war das Meiste kaum älter als ich.

Direkt beim Einchecken ins Hotel war ich mir nicht mehr sicher, ob der Urlaub eine sooo gute Idee war. Die Verkabelung über dem Empfang war dann doch arg  gewöhnungsbedürftig und machte mich vorsichtig auf das Zimmer. Ich präsentiere Kabelsalat à la Espagnol :arrow:

Doch das Zimmer war wirklich schön und der erste Ausblick vom Balkon im Sonnenschein einfach toll:

Ein kleiner erster Abstecher an den Strand und damit mein Erstkontakt mit dem Mittelmeer folgten. Wirklich beeindruckend wie die Wellen auf den Strand liefen und dieses Rauschen…

Um einen kleinen Überblick über die Umgebung zu bekommen, fuhren wir etwas höher hinauf und erfreuten uns an den angenehmen Temperaturen und der wundervollen Aussicht. Es gibt wenigstens nur wenige Bettenburgen und auch wenn diese meist am Strand stehen, kann man über sie hinwegsehen.

Ein kurzer Blick auf Dalís Wohnhaus in Cadaques in einer idyllischen Bucht- da versteht man, warum er sich dort wohlgefühlt hat.

Danach ging es noch nach Cap de Creus, dem östlichsten Punkt Spaniens. Hier wehte vielleicht ein Wind… ich hätte gerne noch ein paar Bilder „um die Ecke“ gemacht, aber da wehte es sogar mich derart rum, dass ich das dann doch lieber unterlassen habe. Auf dem Rückweg ging es dann noch am Kloster Sant Pere de Rodes vorbei, das imposant am Felsen „klebt“ und in seiner Einsamkeit irgendwie entrückt von der Wirklichkeit wirkt.

Damit man sich wirklich sicher darüber ist, wo man urlaubt, gibt es in Empuriabrava durchaus deutliche Hinweise auf den Gullydeckeln. Diese sind mit Ampuriabrava gekennzeichnet. Wer jetzt verwirrt ist, dem kann ich sagen, dass es mir anfangs nicht anders ging… ich sage nur Spanisch-Katalanisch.

Den ersten Tag haben wir gemütlich ausklingen lassen. Nach dem frühen Aufstehen und der Anreise war es uns dann doch genug für diesen Tag. Was wir noch so sehen durften folgt in Kürze.