Bei dir piepts wohl

Ich bin es ja mittlerweile schon gewohnt, aber doof ist es schon.

Wer denkt, dass man als “Anhängsel” eines Rettungsdienstlers ja viel Zeit miteinander hat, der ist auf dem Holzweg. Klar, “dank” der 12-Stunden-Schichten hat Watson viele Tage zwischendrin frei. Oftmals nicht am Wochenende, aber Viele wünschen es sich ja, dass sie eher mal in der Woche frei haben. Dabei wird dann leider noch vergessen, dass die Arbeitszeiten nicht absolut sind. Wenn es heisst, dass um 19 Uhr Dienstschluss ist, dann heisst das noch lange nicht, dass dann wirklich Schluss ist. Sich vorzunehmen, abends nach dem Dienst noch etwas zu unternehmen ist eigentlich blöd, denn genau DANN klingelt der Melder noch kurz vor der Ablösung. Und DAS ist mittlerweile schon oft genug passiert :wink: .

Und nach einer 12-Stunden-Schicht voll Arbeit ist auch nicht mehr viel mit dem Liebsten anzufangen. Dann heisst es erstmal heimkommen, vielleicht noch was essen und dann in die Heia… Und wenn ich Pech habe, dann hat er ja dann wieder Dienst am nächsten Tag und wenn es eine stressige “Woche” ist, dann habe ich die freien Tage oft genug ein Murmeltier im Winterschlaf zuhause :-| .

So ein Piepser zerstört schon so manchen Plan… Auch heute wieder das Abholen des besseren Drittels und vorheriger kurzer Einkaufsbummel für den Rest des Jahres…


Man kann nie so kompliziert denken, wie es plötzlich kommt.

-Willy Brandt-

Seven of Nine

Nachdem ich am 30. November einen Autounfall hatte, schien zuerst gesundheitlich alles ok zu sein (halt Prellungen, blaue Flecken, Wirbelsäule gestaucht). Das Auto ist hinten ausgebrochen (und nein, ich war nicht zu schnell und es war nicht nass :( ) und dann konnte ich es nicht mehr halten und bin über nen Graben in den Wald geschleudert. Gott sei Dank kein Gegenverkehr, nur beim Zum-Stehen-Kommen noch gegen einen kleinen Baum gekippt,… ich bin mir nicht sicher, ob Gott da nicht mehr als einen Schutzengel parat hatte für mich. Jedenfalls kam ich alleine (mit Hilfe von 2 netten Erwachsenen und einem Jugendlichen, die das Auto festhielten und mir dann runter halfen) aus dem Auto und “nur” meine Wirbelsäule, der bekannte Teil, tat weh. Die Kollegen meines besseren Drittels brachten mich ins Krankenhaus nach Ems (da Koblenz dank der Bombenentschärfung am WE schon Mittwochs niemanden mehr aufnahm *grummel*). Und dort begann das Chaos…

Eigentlich sollte ich ins CT. Das konnte erst gemacht werden nach einem Schwangerschaftstest. Der hat dann ewig gedauert (Hallo? Daheim geht doch sowas auch in Minuten denke ich!) Dann ging es zum Röntgen. Zu dem Zeitpunkt war ich eigentlich ganz froh, dass überhaupt was gemacht wird. Dort sass ich dann im Rolli rum, während die Röntgenassistentin im Nebenraum zu ihrer Kollegin meinte “Guck mal, das sieht komisch aus, gell?” “Ja, komisch sieht das aus.” Sachen, die man hören will, wenn man gerade nen Unfall hatte, der Rücken weh tut und man wegen ner evtl. Verletzung der Wirbelsäule da untersucht wird (werden soll/te???). Als mein besseres Drittel mich dann fachgerecht wieder hochgeschoben hat auf die Station haben wir mal geschaut. Ok, es mag komisch ausgesehen haben, aber das was da komisch aussah, das habe ich direkt im RTW und im KH gesagt: eine gequetschte Bandscheibe (gestauchte Wirbelsäule nach Sturz mit eingeklemmtem Ischias damals) im Lendenwirbelbereich. DAS ist schon Jahre alt und bekannt.

Nachdem es dann wieder ewig dauerte kam dann ein Arzt und meinte es wäre nichts und ich habe mich dann auf eigenen Wunsch entlassen lassen. DA wollte ich nicht bleiben und mein Schatz war sogar damit einverstanden!

Schmerzen im Rücken kenne ich ja (wenn man in der Lendenwirbelsäule keine Krümmung hat und dann seit Jahren (Jahrzehnten?) die lädierte Bandscheibe, dann is das nunmal so :-| ), aber ich dachte mir mit Wärme geht das schon. Ging es auch eigentlich. Dank Heizkissen habe ich noch 2 Tage gearbeitet, bin über den Weihnachtsmarkt (einen Tag Arbeit und dann den nächsten privat) und durch die Gegend gepest. Und am Montag abend konnte ich mich vor Schmerzen kaum rühren, konnte mich nicht umdrehen ohne Schmerzen und Niesen, Husten waren echt übel. Das war dann der Moment, als mein besseres Drittel mir die Pistole an die Brust gesetzt hat… “Wenn du nicht morgen früh zum Doc gehst, dann fahren wir nicht in Urlaub!” :o Mittwoch sollte es nach vielem Hin und Her und dank Unfall ja noch viel mehr Gedöhns endlich zum Weihnachtsmarkt nach Salzburg gehen…

Der Dienstag wurde toll :( . Kurz vor 8 ging es los und ca. 7 Stunden, 4 Ärzte, eine Praxis, ein Krankenhaus und ein Radiologisches Institut später stand dann fest, dass irgendwas ganz schief gelaufen ist! Diagnose Kompressionsfraktur an einem Lendenwirbel. Gott sei Dank nach vorne (hinten wären Nerven und alles) und stabil. Trotzdem nicht minder besch***. Doc im Krankenhaus: mindestens 4 Wochen flach liegen, Toi und evtl. mal Mittagessen am Tisch erlaubt, sonst nix. Ich war natürlich begeistert und mein armer Schatz musste meinen ganzen Frust per sms ausbaden (Nochmal sorry mein geliebter Watson :-* ). Am nächsten Morgen ging es zunächst zum Orthopäden für ein Stützkorsett, das mir aufgrund meiner versteiften Wirbel verordnet worden ist. Danach Watson hoch zum Doc um meine Krankschreibung zu holen. Und was war da los?

Der war ganz baff und meinte erstmal “Stützkorsett erstmal stoppen, der Chefarzt hat gestern am Telefon gesagt Gymnastik, Im Zweifelsfall frage ich nochmal nen Chirurgen im BWZK!”. Oha… :o . Erstmal auf der Arbeit angerufen und die Kollegin mit der “freudigen” Nachricht überrannt. Und dann warten… nachmittags dann der Anruf: Alle hatten sich nochmal alles angeschaut und daher- Stützkorsett, aber kein Liegen. Wenigstens etwas :( .

Nun habe ich ein “Exo-Skelett”, kann damit schon rumlaufen und so, aber es ist ja schon störend (aber auch entlastend). Das Beste war der Orthopäde beim Anpassen der Carbonstützen… “Vor ein paar Jahren wären Sie für mindestens 3 Wochen eingegipst worden und nicht bewegen und so!” :o :o :o . Also da bin ich verdammt froh, dass es mittlerweile sowas gibt. Und dank Schmzertropfen, Schmerztabletten geht es mir eigentlich ganz gut :wink: . Nun muss ich schauen, wie es geht. In einer Woche ist dann wieder Röntgen angesagt und bis nächstes Jahr bin ich erstmal krankgeschrieben… Aber ich denke, dass ich es dann (auch mit meinem “Exo-Skelett”) schon hinbekomme. Die Frage ist dann eigentlich nur noch, ob meine Ärzte dann auch dieser Meinung sind *grübel*.

Und sorry, aber die Ärzte in meinem “Unfallkrankenhaus”… NIE WIEDER!!! Denn ich bin der Meinung, dass die Fraktur ja nicht erst nach der Woche so angeflogen kam, sondern schon da war! Und nach den Äusserungen der Ärzte muss ich auch davon ausgehen!

Und wieso heisst der Artikel “Seven of Nine”? Jaaa, das is eigentlich ganz lustig :wink: . Der Kollege meines besseres Drittels und unser Freund MM meinte die Tage nur, als ich von meinem “Exo-Skelett” sprach: “Ich stell mir gerade vor, wie Silke wie Seven of Nine ins Schlafzimmer kommt und sagt ‘Widerstand ist zwecklos!’” :grin: . Jajaja… Männer :wink:


Man kann nie so kompliziert denken, wie es plötzlich kommt.

-Willy Brandt-

Bärlin-Urlaub Kuriositäten

Hier noch ein paar Kuriositäten aus Berlin und Potsdam. Ich lasse das einfach mal unkommentiert stehen :p Es lohnt sich die Bilder genauer zu betrachten :p

Zu dem blauen Schild noch:

“An die Polizei! Wir haben eine Klingel! Tür eintreten NICHT notwendig! Eventuell benötigen wir ca. 1-1 1/2 Minuten ab Ertönen des Klingelsignals bis zum Betätigen der Türklinke. Bitte mit der Zerstörung des Tors solange warten!”


Man kann nie so kompliziert denken, wie es plötzlich kommt.

-Willy Brandt-

Bärlin-Urlaub Teil 3

Eigentlich ja schon nicht mehr Berlin, aber halt letzter Teil unseres Berlin-Urlaubs: Schloss Sanssouci.

Leider war das Wetter dann wieder nicht berauschend und die Lauferei mittlerweile ziemlich anstrengend für uns Beide. Sanssouci konnte ich Watson dann nur sozusagen von aussen “beibringen”. Mehr war für den lieben Schatz dann nicht mehr drin. Aber das reichte mir auch, denn zu spät wollten wir auch nicht heimkommen. Schliesslich war für den nächsten Tag die Vorstellung und Vorbesprechung im Krankenhaus angesagt. Die Anlage ist wirklich toll und das reichte für einen ersten Eindruck. Vielleicht kommen wir ja mal wieder hin und schauen dann auch rein.

Dann ging es auf die Heimreise und irgendwann meinte mein besseres Drittel, dass er ja noch tanken müsse… Wir waren gerade ne halbe Stunde aus Potsdam weg… Naja, nüvi kennt ja sowas und was folgte war eine leichte Irrfahrt durch Brandenburg. Zwischenzeitlich war das Navigationsgerät sogar der Meinung wir wären in der Pampa! Zeigt das Ding doch “Off Road” an und das in ner Wohngegend… Nach einigem Hin und Her kamen wir auch an ne Tankstelle- in Potsdam :tired: . Wo wir eine halbe Stunde vorher losgefahren sind :tired:

Aber nach morgendlichem “Falscher Platz” (statt Potsdamer Platz frühstücken waren wir erstmal am Alexanderplatz gelandet dank der Navigation eines besseren Drittels und Nichtnachdenken einer Silke :grin: ) und dem Tanken im Osten, war die leichte geographische Unsicherheit noch nicht ausgestanden.

Was mir meine Galle die ganze Zeit über gesagt hatte, machte sich wieder bemerkbar. So ca. 5 Stunden Fahrt gigen, aber mehr war dann gar nciht mehr schön und ich war nach den Tagen der Lauferei schon ziemlich fertig… Irgendwann meinte Watson, dass ich nüvi ausschalten könne, da er das Ding nicht mehr weiter irritieren wolle und jetzt den Weg heim kenne. Muss ich sagen, was passierte??? Wir waren irgendwo in der Walachei! Kassel war irgendwie nicht so einfach… Nach einiger Rumfahrerei war ich mehr als fertig, hatte aber auch Hunger ohne Ende. Watson war dann so lieb und hat in Limburg nochmal die Ausfahrt genommen und mich in ein schönes italienisches Restaurant entführt. Irgendwann nach 23 Uhr waren wir dann endlich zuhause und ich bin einfach nur noch fertig ins Bett gefallen.

Und als Abschluss gibt es später dann noch ein paar Kuriositäten, die uns den Aufenthalt “versüsst” haben :)


Man kann nie so kompliziert denken, wie es plötzlich kommt.

-Willy Brandt-

Bärlin-Urlaub Teil 2

Der dritte Tag brach an und dieser Tag war dann eher für Watson (auch wenn ich genausoviel Spass und Freude daran hatte!)- das Aquarium. Leider hatte meine Kamera etwas den Geist aufgegeben nach den Museen und das billige Ladegerät hat nicht funktioniert… Klasse  :(   aber dank Handys kann auch da unser “Werdegang” dokumentiert werden.

Es war einfach schön dort. Was es nicht alles für Fische und Meeresbewohner gibt :o . Von Mini bis Maxi und aussergewönlich. Und auch die Krabbelviecher waren interessant. Auch wenn wir bei so manchen Terrarium standen und wie doof gesucht haben und das eine und andere Mal auch wirklich kein Tier im Gestrüpp gefunden haben.

Da es in der Nähe war, sind wir dann noch zum Ritter Sport- Museum. Ok, Museum würde ich persönlich es nicht nennen, aber was uns total fasziniert hat (und wir dann auch direkt ausprobiert haben): Schokolade selbst kreieren. Watson hat sich Vollmilchschoki mit Bananen- und Zitronencrisps ausgesucht und ich mir Vollmilchschoki mit Honeypuffs und Sauerkirschcrisps. Dann eine halbe Stunde warten und gerade eine Runde über den Gendarmenmarkt und zu Fassbender & Rausch. Die kannte ich noch von meinem bisher einzigen Aufenthalt in Berlin. Die Preise sind dort natürlich gut, aber die “Schokoladenkreationen” einfach sehenswert.  Und nach der halebn Stunde ging es dann wieder zurück und unsere eigenen Schokoladen wurden abgeholt. Noch haben wir sie nicht probiert, aber ich bin gerade wieder richtig versessen darauf! Vielleicht später mal mit Watson den “Anstich” wagen und im Genuss schwelgen.

Und dann brach unser letzter Tag in Berlin an. Im Sony- Center hatten wir uns im Kaisersaal zum Frühstück angemeldet, da wir unbeding den Kaiserschmarrn probieren wollten, der aber ne halbe Stunde braucht (wird karamellisiert) und uns das am Tag vorher einfach zu lange gedauert hätte dann. So ging es mit Vorbestellung direkt zum Essen. Ein wahrer Genuss und wir waren beide froh, dass nur eine Portion gemacht wurde, denn die haben wir gerade mit 2 Personen geschafft! Und in einem wunderschönen Ambiente. Und ich muss sagen der Service war toll. Am Tag vorher nachgefragt, ob man vorbestellen könnte und die Serviererin meinte ganz nett: “Ich bin morgen nicht mehr hier, das ist mein letzter Tag, aber ich rufe gerade mal die Chefin an und frage nach.” Und es war überhaupt kein Problem! Davon könnte sich wirklich so manch ein Restaurant eine Scheibe abschneiden. Und begrüsst wurden wir dann auf Watsons Nachfrage mit “Ach, SIE sind der Kaiserschmarrn!” :D .

Den Rückweg zur Wache haben wir dann per Bus genommen und dabei dann auch noch ein paar Sehenswürdigkeiten “mitgenommen”, die wir sonst aussen vor gelassen haben (Reichstag etc.). Und nachdem wir schon morgens “ausgecheckt” hatten, ging es zurück zum Auto und als letzte Station in Berlin war dann Schloss Sanssouci in Potsdam angesagt.


Zu Potsdam und einigen Kuriositäten aus Berlin mehr dann in Teil 3 :)


Man kann nie so kompliziert denken, wie es plötzlich kommt.

-Willy Brandt-

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